Neue Regelungen: Das müssen Verbraucher ab dem 1. Dezember beachten

Neue Regelungen : Das müssen Verbraucher ab dem 1. Dezember beachten

Im Dezember kommen auf die Verbraucher wieder einige Änderungen zu, die es zu beachten gilt. Einige wichtige haben wir im Folgenden zusammengestellt.

Neue Gesetze, neue Fahrpläne, neue Preise - ab dem ersten eines Monats werden regelmäßig Neuerungen eingeführt, die es zu beachten gilt. Im Folgenden haben wir einige wichtige Änderungen aufgelistet, die den Alltag der Bürger ab Dezember unmittelbar betreffen.

Neuer Winterfahrplan der DB

Ab dem 9. Dezember gilt bei der Deutschen Bahn (DB) der neue Winterfahrplan. Zu beachten ist, dass dadurch einige Fahrstrecken entfallen -andere kommen hinzu. Am Bahnhof Siegburg/Bonn fallen beispielsweise vier ICE-Halte weg. Die DB setzt gleichzeitig bundesweit mehr ICEs in ihrem Streckennetz ein. Für Nordrhein-Westfalen bedeutet das konkret drei zusätzliche Direktverbindungen zwischen Düsseldorf und Stuttgart, über Frankfurt Flughafen.

Aber nicht nur die Fahrpläne ändern sich, sondern auch die Preise. Im Schnitt steigen sie ab dem 9. Dezember zwischen 0,9 Prozent (Fernverkehr-Tickets) und 1,9 Prozent (Flexpreis-Tickets ohne Zugbindung). Wochen- und Monatskarten sowie die BahnCard 100 werden durchschnittlich 2,9 Prozent teurer. Die Preise für die BahnCard 25 und 50 bleiben gleich. Wer allerdings dies noch am 8. Dezember erwirbt, kann auch über den Stichtag hinaus bis zum Ablauf der Zeitfahrkarten und BahnCard noch zu den alten Preisen fahren.

Kräftig erhöht wird die Extra-Gebühr, wenn man das Ticket erst im Zug kauft: von 12.50 auf 19 Euro.

Doch nicht nur im Fernverkehr gibt es Änderungen. Auch die Stadtwerke Bonn haben in dieser Woche die Fahrplanänderungen im Nahverkehr bekanntgegeben.

Elektroschrott wird neu definiert

Das neue Elektro- und Elektronikgesetz gilt ab dem 1. Dezember und enthält einige Änderungen hinsichtlich der Entsorgung von Elektroschrott. Danach werden auch Möbel oder Kleidung, die eine eingebaute Elektronik haben, als elektronischer Sondermüll bewertet. Dazu gehören beispielsweise auch Turnschuhe mit Blinklichtern, aber auch elektrisch verstellbare Betten, Sessel oder Regale mit installierter Beleuchtung. Bei letzterem muss allerdings nur der Teil mit der enthaltenen Elektrik in den lokalen Wertstoffhöfen abgegeben werden. Bisher waren all diese aufgeführten Sachen Sperrmüll. Das ändert sich nun, um nachhaltiger zu wirtschaften.

Geoblocking wird abgeschafft

Wer viel online einkauft, wird darüber erfreut sein. Das so genannte Geoblocking wird per Verordnung der Europäischen Union (EU) ab dem 3. Dezember abgeschafft. Damit kann man grundsätzlich auch Online-Shops, die im EU-Ausland ansässig sind, ohne Einschränkungen nutzen. Bisher konnte das Online-Kunden über die Länderkennung der IP-Adresse verweigert werden.

Aber keine Regel ohne Ausnahmen: Diese Neuregelung gelten nicht für Verkehrsdienstleistungen wie zum Beispiel Flugtickets - auch nicht für Finanzdienstleistungen, Telekommunikation, Glücksspiel oder Gesundheitsleistungen. Auch Privatpersonen, die nicht gewerblich, sondern nur gelegentlich gebrauchte Ware verkaufen, sind von der neuen Regelung ausgenommen.

Mautgebühren in Urlaubsländern erhöhen sich

Teurer werden ab dem 1. Dezember auch die Vignetten für die Autofahrer, wenn sie in oder durch Österreich oder die Schweiz fahren wollen. Die Pkw-Jahresvignette für Österreich erhöht sich um 1,90 Euro auf 89,20 Euro - für die Zwei-Monats-Vignette steigt der Preis um 60 Cent auf 26,80 Euro.

Die Jahresvignette der Schweiz kostet mit nun 36,50 Euro bereits seit Oktober 75 Cent mehr. In Slowenien hingegen bleibt es auch 2019 bei den bisherigen 110 Euro für die einjährige Pkw-Maut.

Selbstverständlich sind die für 2018 erworbenen Jahresvignetten auch noch bis einschließlich 31. Januar 2019 gültig.

Neureglungen für Kosmetikartikel

Eine gute Nachricht für Erdnussöl-Allergiker: Ab dem 25. Dezember dürfen aufgrund einer EU-Kosmetik-Verordnung Kosmetikprodukte, die Erdnussöl enthalten, nur noch verkauft werden, wenn die Mengen allergieauslösender Proteine sehr gering sind. Das gilt insbesondere für Produkte wie Cremes, Lotionen oder Badezusätze.

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