Radeln durch virtuelle Welten: Diese Fitness-Trends kommen 2018

Radeln durch virtuelle Welten : Diese Fitness-Trends kommen 2018

Kennen Sie HITT, Tracking oder Barre-Concept? Nein? Dann wird es aber Zeit, denn diese Trainingsmethoden liegen 2018 im Trend.

Schneller, höher, weiter war gestern. Heute gilt es, kürzer, anstrengender und effektiver zu trainieren. Was durchaus auch 2017 schon das Zeug zum sportlichen Hit hatte, bleibt auch 2018 ganz oben auf der Liste, wie Tessa Temme Expertin für neue Trainingsmethoden an der Deutschen Sporthochschule in Köln dem GA sagt. Sie beruft sich dabei nicht nur auf eigene Beobachtungen, sondern auch auf den World Survey of Fitness Trends Report aus den USA. In Deutschland gebe es eine vergleichbare Umfrage nicht, so Temme. Und bekanntlich landen früher oder später die USA-Trends auch in unseren Fitness-Studios. Diese Sportarten stehen 2018 auf der Agenda:

Hochintensives Training HIIT

Es ist anstrengend und es ist hoch effektiv. Das high-intensity interval training, kurz HIIT genannt, steht auch 2018 unangefochten auf Platz eins. Temme weiß auch warum HIIT so beliebt ist. "Der moderne Sportler von heute möchte möglichst alles verbinden, Ausdauer-, Muskeltraining und Entspannung." Hochintensive Belastungsphasen wechseln sich mit aktiven Pausen ab. Wer ein paar Sekunden sprintet, geht anschließend zügig weiter. Nach der Anspannung folgt bei HIIT immer eine kurze Phase der Entspannung.

Am liebsten wird gemeinsam trainiert. Sport wird zunehmend zum sozialen Event. "Es bilden sich regelrechte Communitys, die nicht nur gemeinsam trainieren, sondern sich auch außerhalb des Sports austauschen, über Trainingsziele und über ihre Ernährung. Das motiviert", sagt Temme.

Cross-Fit durch den Alltag

Der Name ist Programm. Crossfit ist eine Methode, die verschiedene Sportarten miteinander verbindet, um das Optimum für den Körper herauszuholen. Beim Crossfit wird gerannt, gerudert oder ganz profan Seilchen gesprungen. Manchmal tragen die Trainierenden auch Gegenstände. Die Hauptsache für die Athleten ist, dass sie sich an der Belastungsgrenze bewegen. Es sei typisch für die heutigen Sportarten und Trainingsmethoden, sich dabei auf die Kernelemente verschiedener Trainings zu beziehen und diese miteinander zu verbinden. Angeboten wird es zum Teil in speziellen Studios, oft als 30-Minuten Training. Letztendlich zählt auch Cross-Fit zu den HIIT-Trainingsarten. "Es gibt nicht die Sportart, die Trend ist, meist handelt es sich um einzelne Methoden, die miteinander korrespondieren", erklärt Temme.

Barre-Concept - Fitness an der Stange

Wer bewundert nicht die durchtrainierten Körper von Balletttänzern und die grazile, gerade Haltung der Tänzerinnen? Auch das Barre-Concept verbindet die Trainingsmethoden an der Ballettstange mit modernen An- und Entspannungsübungen. Nach einer Aufwärmphase mit Kurzhanteln auf der Matte, folgt das Training für Bauch, Beine, Po an der Stange. Keine Angst, Schrittfolgen müssen Trainierende nicht beherrschen. Barre-Concept ist im Prinzip eine Mischung aus Pilates, Ballett,Yoga und Krafttraining. Jedes Körperteil wird gefordert und gefördert.

"Auch hier haben wir wieder die Abwechslung von An- und Entspannung, von einer hohen Belastung zu regelrecht entspannenden Phasen", so Temme. Gleichzeitig werde die Körperhaltung und Balance verbessert. Barre-Concept verspricht alles. Ob es das Training auch hält, müsse jeder selbst austesten, meint Temme.

Track your life - Sammelwut für den Alltag

Weiter fortschreiten wird auch das Tracking, das Sammeln von persönlichen Daten. Der Sport wird zum Alltag und der Alltag zum Sport. So in etwa könne man den Trend mit Schrittzähler-Apps und anderen Gesundheitsmodulen für Smartphone und Co bezeichnen, meint Temme.

Der Körper wird auch während der Arbeit oder der unsportlichen Freizeit überwacht. Am Ende des Tages weiß der Nutzer solcher Programme, wie viele Schritte er zurückgelegt und wie viel Fett er verbrannt hat. Diese persönliche Datensammlung wird 2018 weiter zunehmen, ist sich Temme sicher.

Virtual reality workout in Clubatmosphäre

Langweilige Spinningräume waren gestern. Heute gibt es Spinning-Boxen, in denen echte Clubathmosphäre herrscht oder unendlicher Weltraum vorgaukelt wird. Darin treten Sportler wahlweise nach wummernden Bässen oder sphärischen Klängen in die Pedale. Wie die Sportwissenschaftlerin Temme sagt, wird es 2018 noch mehr Anbieter geben, die auf diese Weise ihren Kunden mehr Spaß beim Sport bieten wollen.

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