Standortsuche wegen Abriss des Bonn Centers: Pantheon will in die Halle Beuel

Standortsuche wegen Abriss des Bonn Centers : Pantheon will in die Halle Beuel

Das Pantheon, das durch den bevorstehenden Abriss des Bonn Centers heimatlos wird, könnte sich eine Bleibe im geplanten Campus der Halle Beuel vorstellen. Der Standort Studio der Beethovenhalle ist kein Thema mehr.

Die Quartiersuche des Pantheons bekommt eine neue Wendung: Die diskutierten Ausweichorte Kammerspiele Bad Godesberg und eine Option, ins Studio der Beethovenhalle zu ziehen, sind offenbar seitens des Pantheons vom Tisch. Dafür rückt die Schauspielhalle Beuel mit ihrer insgesamt 1600 Quadratmeter großen Fläche in den Fokus.

"Wir haben uns entschieden, die Option des Umzugs in das Studio der Beethovenhalle nicht weiter zu verfolgen", so Marina Steimer, künstlerische Leiterin des Pantheons. Offenbar, weil man sich nicht willkommen fühlt: "In diesem Klima kann Kultur sich nicht entwickeln", schreibt Steimer in einem Papier zur Standortfrage "Stadtentwicklung ist Kultur!". Das Pantheon habe einen neuen Partner gefunden, verkündet sie: Man will mit dem Theater Bonn den Campus der Halle Beuel "mit seinen vielen, teilweise historischen Hallen zu einem attraktiven Ort machen", und zwar für mögliche Aktionen des Theaters, das Pantheon und "neu anzusiedelnde Initiativen".

In seltener Einigkeit und mit einer gemeinsamen, interfraktionellen Erklärung haben sich die Fraktionen von CDU, SPD, der Grünen, der FDP und Linken im Rat der Stadt Bonn positiv zu den Plänen geäußert.

Gekoppelt ist diese Vision eines Campus' in Beuel an eine kulturpolitische Forderung: Steimer will eine "Bestandsgarantie und weitere Unterstützung der städtischen Bühnen und auch die Erhaltung der Kammerspiele".

"Wir sind ein Traumpaar“, sagte Generalintendant Bernhard Helmich zur Intitiative des Pantheons, er sieht darin eine "attraktive Variante".

Mehr zum geplanten Umzug des Pantheon lesen Sie in der Donnerstags-Ausgabe des General-Anzeigers.