So vielen Umwelt-Sündern wie möglich das Handwerk legen

So vielen Umwelt-Sündern wie möglich das Handwerk legen

Greenpeace für Nachwuchs: In mehr als 2 000 Teams können Kinder und Jugendliche aktiv werden

bt:

Im Kölner Greenpeace-Büro:[btl1] Julia Becker, Sabrina Malcharzyk, Kerstin Sahler und Katja Wieczorek (von links).

[f]FOTO: PRIVAT

Schiffe entern, von Schornsteinen abseilen und Demonstrieren zur Rettung der Umwelt. Das stellt man sich unter den Aufgaben der Umweltschutz-Organisation Greenpeace vor, doch das ist nicht alles. Ein Großteil der Mitglieder bei Greenpeace engagiert sich ehrenamtlich in der Verwaltung in Hamburg oder in einer der Anlaufstellen, die man in vielen Großstädten in ganz Deutschland findet. So auch zum Beispiel die Studentin Katja Wieczorek (29), die seit drei Jahren ehrenamtlich als Greenteam-Ansprechpartnerin im Raum Köln engagiert ist. Wir waren in dem Kölner Greenpeace-Büro in der Arndtstraße 12, um sie zu interviewen.

Wieczorek wurde auf Greenpeace aufmerksam, als sie noch in der Grundschule war. Schon als Kind lebte die Völkerkunde-Studentin mit vielen Tieren zusammen und achtete sehr auf ihre Umwelt. Als sie dann schließlich von Petersheim/Lahde nach Köln zog, trat sie Greenpeace bei. Doch was sind Greenteams? In dem Gespräch erfuhren wir, dass die einzelnen Greenteams, bestehend aus zwei bis 30 Kindern im Alter von zehn bis 14 Jahren, sich für unsere Umwelt einsetzen. "Wichtig ist, die Kinder von klein an an den Umweltschutz heranzuführen und sie dann durch Greenpeace zu unterstützen", so Wieczorek.

Bei den spektakulären und zum Teil auch gefährlichen Einsätzen der Organisation machen die Kinder und Jugendlichen aber nicht mit. Aber was sie leisten, ist ebenfalls von großer Bedeutung: Plakate malen oder basteln für die nächste Aktion, Unterschriften sammeln gegen Umweltsünder, Flugblätter verteilen. Vorab treffen sie sich dann alle in einem der vielen Büros, um die nächste Aktion vorzubereiten und um dort zu arbeiten.

Der eigentliche Ideen-"Anstoß" kommt aus dem Hamburger Hauptbüro. So übernimmt Hamburg es auch, die mehr als 2 000 Teams zu informieren und ihnen Tipps und Broschüren zu schicken. Auch mit Politikern können sich die Kids treffen; zum Beispiel bei der IWC (Internationalen Walfangkommission) in Berlin, wo sie mit Renate Künast, der Verbraucherschutz- und Landwirtschaftsministerin, sprechen konnten. Greenteams sind auch dazu da, um neue Freunde zu finden und im Team zusammenzuarbeiten. Konkurrenz gibt es nicht. Schließlich haben sie alle das gleiche Ziel vor Augen: Die Rettung der Umwelt und, dass so vielen Umwelt-Sündern wie möglich das Handwerk gelegt werden kann. Wer jetzt neugierig geworden ist und mitmachen möchte der kann sich unter www.greenpeace.de informieren.

Kopernikus-Gymnasium, Niederkassel

Klasse 8 e

Mehr von GA BONN