Hochschule Bonn-Rhein-Sieg: Präsident fordert Studierende zur Einmischung auf

Hochschule Bonn-Rhein-Sieg : Präsident fordert Studierende zur Einmischung auf

Das akademische Jahr an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg hat begonnen. Präsident Hartmut Ihne begrüßte bei der feierlichen Eröffnungsveranstaltung im voll besetzten Audimax in Rheinbach die Erstsemester sowie Gäste aus Wissenschaft und Wirtschaft.

Die Hochschule bietet 14 Bachelor- und elf Masterstudiengänge an, 1600 Erstsemester haben sich für das Wintersemester immatrikuliert. "Wir gehören zu den größeren Hochschulen", so Ihne. Vor etwa 20 Jahren sei bei der Gründung für 2500 Studierende geplant worden, mittlerweile seien 7200 Studierende eingeschrieben.

Um dieser Zahl gerecht zu werden, sind Neubauten in Sankt Augustin und Rheinbach geplant, die 2017 bezogen werden sollen. Die Studierenden forderte Ihne dazu auf, sich einzumischen: "Die Hochschule kann von Ihnen mitgestaltet werden." Grußworte überbrachten Prof. Dr. Elvira Jankowski für den Hochschulrat und der Vorsitzende des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA), Patrik Wäschenbach.

Im Rahmen der Feierlichkeit wurde auch der mit 5000 Euro dotierte Hochschulinnovationspreis verliehen, den die Kreissparkasse Köln zum vierten Mal stiftet. Das Thema in diesem Jahr: "Praxisprojekte von Studierenden mit Unternehmen".

Etwa 150 Studierende hatten teilgenommen. Ausgezeichnet wurde das Motorsportteam der Hochschule, der "BRS Motorsport e.V.". Dem seit 2009 bestehenden Verein gehören 60 Studierende verschiedener Fachrichtungen an, denen Professor Dirk Reith beratend zu Seite steht. Vier von ihnen entwichelten in Zusammenarbeit mit einem Kölner Ingenieurbüro einen Elektro-Rennwagen weiter. "Wir wollten die Effizienz des Autos steigern", so Maschinenbaustudent Tobias Haedecke. Durch Berechnungen und Computersimulationen entwickelten sie ein Modell, mit dem das Gewicht des Autos um bis zu 15 Prozent reduziert werden kann. So können zwölf Prozent Energie eingespart werden.

Mit 1000 Euro dotiert ist der Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), mit dem die Inderin Teena Hassan für hervorragende Leistungen und soziales Engagement ausgezeichnet wurde.

Einen Sonderpreis für außergewöhnliches studentisches Engagement erhielt Praveen Ramanujam. Er ist seit 2011 "study buddy" für ausländische Kommilitonen und erleichtert ihnen so das Einleben in Deutschland und die Orientierung an der Hochschule.

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