In Bonn wackeln die Zähne

Rund 600 Zahnärzte trafen sich vergangenes Wochenende in Bonn zur Parodontologie-Tagung. Thema war die Bonner Klinische DFG-Forschergruppe "Ursachen und Folgen der Parodontopathien".

Bonn. (sj) Parodontitis ist eine weit verbreitete Erkrankung des Zahnhalteapparates, die von Bakterien verursacht wird. Ungefähr ein Drittel der deutschen Bevölkerung ist von der Entzündung betroffen - Tendenz steigend. "Diese Volkserkrankung kann nicht nur zum Zahnverlust führen, sondern hat auch Auswirkungen auf den Gesamtorganismus, insbesondere bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes", sagt Professor Soren Jepsen, Direktor der Bonner Zahn-Uni-Poliklinik.

Tückischerweise seien für die Patienten die Symptome - etwa Zahnlockerung - erst im Spätstadium zu erkennen. Rund 600 Zahnärzte trafen sich vergangenes Wochenende in Bonn zur Parodontologie-Tagung. Thema war die Bonner Klinische DFG-Forschergruppe "Ursachen und Folgen der Parodontopathien".

In ihr arbeiten etwa Zahnmediziner, Immunologen, Genetiker und Kardiologen zusammen, um die Entstehung der komplexen Parodontitis besser zu verstehen und erfolgreiche Strategien für Dia-gnose, Vorbeugung und Behandlung zu entwickeln. Gehen Zähne durch Parodontitis verloren, sei ihr Ersatz durch Implantate nur möglich, wenn die Entzündung dauerhaft beseitigt ist, so Jepsen.

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