Neuer Studiengang an der Uni Bonn: Guter Start für Law and Economics

Neuer Studiengang an der Uni Bonn : Guter Start für Law and Economics

Seit dem Wintersemester 2012/13 bietet die Universität Bonn den Studiengang Law and Economics an. Auf 30 Studienplätze bewarben sich 1400 Studieninteressierte.

"Wir waren von dem Ansturm der Bewerber positiv überrascht", sagt Professor Tim Friehe und lobt die Qualität der Studenten: "Sie diskutieren gerne, und man merkt ihnen an, dass sie froh sind, hier zu studieren. Wir sind sehr zufrieden." Die Studenten kommen aus ganz Deutschland, einer kommt sogar aus Sofia, Bulgarien.

"Es freut uns, dass wir sogar Studieninteressierte aus anderen Ländern ansprechen", sagt Professor Daniel Zimmer. Neben den regulären juristischen Vorlesungen haben die Studenten im ersten Semester auch zusätzliche Veranstaltungen besucht. Ein Begrüßungsseminar und ein Seminar mit dem Titel "Lernen als Zehnkampf" sollte sie willkommen heißen.

Eine erste wirtschaftswissenschaftliche Vorlesung hielt Professor Friehe. "Es gab ein paar Studierende, die sich direkt zu Beginn mehr Wirtschaft gewünscht hätten. Einer wechselt jetzt das Studienfach, um VWL zu studieren", sagt Friehe. Trotz partiellem Doppelstudium, für das die Studenten sowohl juristische als auch wirtschaftswissenschaftliche Methodik benötigen, wollen einige noch eine fachspezifische Fremdsprachenausbildung belegen.

Auch auf Messen kommt der neue Studiengang gut an. Viele Interessenten fragten auf der Kölner Messe "Einstieg" und der Bonner Hochschulmesse zu Beginn des Jahres gezielt nach der Mischung aus Rechts- und Wirtschaftswissenschaften.

Eine Evaluation (Auswertung) unter den Studenten ergab, dass sie sehr zufrieden sind. Obwohl sie auch Vorlesungen mit Jura-Studenten besuchen, begreifen sich die 30 Teilnehmer von Law and Economics als Gruppe. Eine Ausweitung der Studienplätze sei deshalb aktuell nicht geplant, sagt Friehe.

"Natürlich evaluieren wir jetzt schon nach jedem Semester. Aber ob wir die Studienplätze ausweiten oder andere gravierende Änderungen im Studiengang vornehmen, entscheiden wir erst nach Abschluss des ersten Bachelor-Jahrgangs, also in drei Jahren", sagte Professor Gerhard Wagner.

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