Hochschulen Bonn-Rhein-Sieg und Alanus: Gemeinsam für das Wissen

Hochschulen Bonn-Rhein-Sieg und Alanus : Gemeinsam für das Wissen

Die Welt wird immer komplizierter. Die zur Verfügung stehenden Informationen haben sich schon lange zur Flutwelle aufgebäumt. Und wie so oft haben Wissenschaftler und Künstler die Funktion, an dieser Stelle erster Seismograph zu sein. Dies ist der Grundgedanke für die Kooperation zwischen der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und der Alanus Hochschule in Alfter, die am Mittwoch zwar nicht gestartet, aber doch auf vertraglicher Ebene fixiert worden ist.

Hochschulpräsident Hartmut Ihne und Alanus-Rektor Marcelo da Veiga unterzeichneten einen Kooperationsvertrag, dessen Intention weit in die Zukunft reicht und nicht weniger als ein "strategischer Impuls für die Wissenschaftsregion Bonn/Rhein-Sieg" sein soll.

Was ist gemeinsam geplant?
Ringvorlesungen, Konferenzen, Kolloquien, Gastvorträge, Forschungsprojekte, Betreuung von Abschlussarbeiten, Publikationsprojekte, Kommunikationsprojekte und Austausch zwischen den Hochschulverwaltungen.

Was gibt es schon?
Bereits im vergangenen Semester lief eine gemeinsame Ringvorlesung unter dem Titel "Alles geschenkt?!", die die gesellschaftliche, wirtschaftliche und psychologische Bedeutung des Schenkens auslotete. Hier ist eine Fortführung mit anderer Thematik für die Standorte Alfter, Sankt Augustin und Rheinbach geplant. Am heutigen Donnerstag startet die erste Kinderuni im Rhein-Sieg-Kreis. Interessierte Kinder im Alter zwischen acht und zwölf Jahren hören viel Wissenswertes unter dem Leitwort der "Nachhaltigkeit". Start ist heute um 17 Uhr, Alanus Hochschule, Campus II, Villestraße, Thema: der Baum.

Was soll das?
"Die Verbindung der künstlerischen Kompetenz von Alanus Hochschule und der technischen, naturwissenschaftlichen und wirtschaftswissenschaftlichen Expertise der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg verspricht spannende Projekte", sagt Hartmut Ihne. Die Region soll profitieren, weil sich eine gesunde Wissenschaftsstruktur und gesunde Wirtschafts- und Bevölkerungsstrukturen gegenseitig bedingen.

Finanzielle Auswirkungen?
Gemeinsame Vorlesungsreihen und Vortragsveranstaltungen müssen auch finanziell unterfüttert werden. Dafür ist zurzeit kein eigener Etat ausgewiesen. Die Kooperationspartner gehen aber von einer sogenannten Win-win-Situation aus, so dass unterm Strich beide Seiten profitieren, weil das Lern- und Lehrangebot facettenreicher wird.

Institutionelle Auswirkungen?
Mittelfristig soll eine gemeinsame Plattform geschaffen werden, über die die Kooperation gesteuert und finanziert wird. Das könnte ein gemeinsamer Verein oder ein Institut sein.

Woran merkt der Student, dass es die Kooperation gibt?
Er kann für sein Studium sinnvolle Vorlesungen und Seminare an der Kooperationshochschule belegen und sich anerkennen lassen. Beispiel: Ein Alanus-Bildhauer kann etwa Maschinenbau-Know-how für eine Technikskulptur erwerben. Angehende Ingenieure können sich pädagogische Fertigkeiten aneignen.

Hochschule BRS

  • 6600 Studenten
  • 144 Professoren
  • 27 Studienfächer, u.a.: Biologie, Betriebswirtschaft, Chemie, Elektrotechnik, Informatik, Maschinenbau, Forensik, Technikjournalismus, Wirtschaftsinformatik, Controlling und Management, Innovationsmanagement

Alanus Hochschule

  • 1050 Studenten
  • 70 Professoren
  • 19 Studienfächer, u.a.: Architektur, Bildhauerei, Malerei, Schauspiel, Eurythmie, Kunsttherapie, Heilpädagogik, Kindheitspädagogik, Lehramt Kunst, Betriebswirtschaftslehre, Studium Generale
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