Ehrung für Peter Glasner

Bonner Germanist geht Kölner Straßennamen auf den Grund

Bonn. (odb) Wer durch eine historische Stadt wie Köln schlendert und nach dem Weg sucht, der blickt gelegentlich überrascht zum nächsten Straßenschild: Woher kommen wohl solch obskure Straßennamen wie "Unter Fettenhennen" und "Kattenbug"? Peter Glasner ist der Sache auf den Grund gegangen.

Der Germanist und Namenforscher hat über das Thema ein zweibändiges, viel beachtetes Werk veröffentlicht. "Die Lesbarkeit der Stadt. Kulturgeschichte der mittelalterlichen Straßennamen Kölns" ist der Titel, der am Freitagabend im Hauptgebäude immer wieder fiel.

Denn an diesem Abend wurde Glasner für sein Forschungsprojekt von der Henning-Kaufmann-Stiftung ausgezeichnet. Die Stiftung, die sich der Förderung der deutschen Namenforschung widmet, verleiht seit 30 Jahren Preise. Glasner arbeitet am Institut für Germanistik, vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft der Bonner Universität.

Die traditionsreichen Räume der Germanisten kannte auch schon Henning Kaufmann, Gründungsvater der Stiftung, worauf Stiftungsvorsitzender Friedhelm Debus hinwies. Kaufmann, der 1980 verstorben ist, studierte in Bonn Germanistik. Das überraschte auch Helmut Schneider, Geschäftsführender Direktor des Instituts, der in seinem Grußwort freimütig zugab, dass er die Stiftung bisher nicht gekannt habe.