Wissenschaftsjahr: Der Sound der Bundesstadt

Wissenschaftsjahr : Der Sound der Bundesstadt

Das Bundesforschungsministerium sucht nach dem "Stadtklang" Bonns

"Zukunftsstadt" lautet in diesem Jahr das Motto des von Bundesforschungsministerin Johanna Wanka ausgerufenen "Wissenschaftsjahrs".

Eine der Aktionen dabei heißt "Stadtklang 2015": Alle Einwohner Bonns und seiner Nachbarkommunen sind aufgerufen, Klänge ihrer Stadt, ihrer Straße, ihres Viertels zu suchen und einzufangen.

"Geräusche haben großen Einfluss auf das Wohlbefinden an einem Ort", erklären die Initiatoren: "Für die urbane Lebensqualität und Identität hat der Klang eine große Bedeutung."

Das Spektrum ist groß: Brunnen plätschern oder tröpfeln, Alleebäume rauschen, Hunde bellen, Vögel fiepen, Marktschreier schreien, Cafébesucher diskutieren, Handys dudeln, Facebook-Surfer schweigen sich an, Hauptverkehrsstraßen rauschen, Straßenbahnen schrillen, Baustellen presslufthämmern, lebendige Stadtkultur dröhnt ihre nächtlichen Techno-Bässe. Ein bunter Klangteppich mit mal romantischen, mal schrägen Mustern.

Teilnehmer gesucht

Ob Hintergrund-Geräuschkulisse oder zielgenaue Lautphänomene: Jeder, der Lust hat, darf sich mit Smartphone, Tablet und Co. auf die Jagd nach Akustik machen und seine Beute (möglichst 15, nicht mehr als 20 Sekunden lang) im Internet hochladen.

Bonn ist dazu in "Klangkacheln" von rund 500 mal 500 Metern Größe aufgeteilt (im ländlichen Raum sind sie etwas größer); für jede dieser Kacheln kann ein Klang hochgeladen werden. Aus allen eingesandten Tonbeispielen soll eine "Klangkarte" Deutschlands entstehen; unter den Einsendern werden Sachpreise verlost.

Die Aktion läuft bis 10. Oktober. Weitere Infos und Bedienungsanleitung unter www.stadtklang2015.de