Vom Kellerraum zum professionellen Studio: Campus-Radio BonnFM sendet aus neuen Räumlichkeiten

Vom Kellerraum zum professionellen Studio : Campus-Radio BonnFM sendet aus neuen Räumlichkeiten

Das Uni-Radio BonnFM ist umgezogen und hat die erste Redaktionssitzung in neuen Räumlichkeiten gehalten: Diese haben sich vom Kellerraum in der alten Sternwarte zu einem modernen und professionellen Studio an der Adenauerallee entwickelt.

Der Redaktionsraum in dem Gebäude neben der Universitäts- und Landesbibliothek füllt sich. Immer mehr erwartungsvolle Studenten setzen sich auf die Stühle rund um den großen Tisch, und einige überlegen, wie das große Banner am Balkon zur Straße befestigt werden kann. Die Aufschrift lautet: „96 BonnFM – Studentisch. Authentisch.“ Es ist die erste Redaktionssitzung des Uni-Radios in seinen neuen Räumlichkeiten an der Adenauerallee.

„Wir haben uns in den letzten Jahren vom Kellerraum hin zu einem wirklich modernen und professionellen Studio entwickelt“, sagt Frederik Steen von BonnFM. Dieser Entwicklung scheint nun mit dem Umzug aus der alten Sternwarte in die Wohnung bei der ULB ein Endpunkt gesetzt worden zu sein. Die Studiofläche hat sich von knapp 30 auf 80 Quadratmeter mehr als verdoppelt: Es gibt einen großen Redaktionsraum, ein Off-Air-Studio und ein On-Air-Studio, Küche, Bad – genug Platz für die 55 aktiven ehrenamtlichen Mitglieder, hier professionell Radio zu machen.

„Wir haben jetzt zum ersten Mal Räumlichkeiten, die einen wirklichen Studiobetrieb ermöglichen“, sagt Florian Engels, der schon dabei war, als BonnFM vor vier Jahren als gemeinnütziger Verein gegründet wurde. „Einerseits ist das neue Studio so zentral ein Prestigegewinn, andererseits wird nun auch echte Redaktionsarbeit im Studio stattfinden. Wir haben ganz neue Möglichkeiten, Interviewgäste einzuladen, hier zu recherchieren, Redaktionssitzungen zu machen und solche Dinge.“ Kollegin Katharina Pütz stimmt zu: „Hier kann man sich jetzt wirklich vorstellen, sich mit Kaffee die Nächte um die Ohren zu schlagen, um irgendetwas zu erarbeiten.“

Technik ist angekommen und fertig installiert

„Vom ersten Kontakt mit der Universität Bonn, in dem es um einen möglichen Umzug ging, bis zu dieser ersten Redaktionssitzung im neuen Studio sind kaum 11 Monate vergangen“, sagt Techniker Pascal Bucksteeg, der den Umzug organisiert hat. Die Universität hat die Renovierung der neuen Studioräume finanziert. „Wir unterstützen das studentische Engagement im Radio gerne mit neuen Räumlichkeiten, die eine gute Grundlage für ein langfristig erfolgreiches Programm sind“, sagt Professor Klaus Sandmann, Prorektor für Hochschulplanung und -entwicklung. „Die Förderung ist ein Ausdruck der Wertschätzung, soll aber auch Ansporn für die Zukunft sein.“

Im September kam der Umzug voll in Gang. Inzwischen sind der große Studiotisch für den Aufnahmeraum und mit ihm die restliche Technik angekommen und alles fertig installiert. Die erste Sendung aus den neuen Räumlichkeiten soll im Lauf der aktuellen Woche in den Äther gehen.

Die Empfänger sind nicht nur Studenten, wie auch in der Redaktionssitzung deutlich wird: „Zu Beginn waren die Inhalte sehr universitätsnah. Jetzt versuchen wir, Geschichten und Ereignisse hier in Bonn zu erzählen, die für Studenten und andere Leute interessant sind. Und wenn etwas Cooles in Köln oder anderen Städten ist, fahren wir dort auch hin“, sagt Chefradakteur Patrick Wira.

Große Einweihungsfeier geplant

Auch die Planung der großen Einweihungsfeier steht im Mittelpunkt der Sitzung. Mitte November sollen sowohl Würdenträger der Universität als auch andere Uniradios aus NRW in die neuen Räumlichkeiten eingeladen werden, abends wird es dann eine große BonnFM-Party in einem Bonner Club geben. Die Stimmung am großen Redaktionstisch ist schon jetzt gelöst und zufrieden: „Ich bin schon etwas gerührt, dass wir es jetzt hinbekommen haben“, sagt Katharina Pütz. In den Räumlichkeiten haben die Radio-Mitglieder alles selbst gebaut und eingerichtet. Ein großer Organisationsaufwand vor allem dadurch, dass sie alle studieren und arbeiten – doch ein um so größerer Grund zur Freude darüber, dass es jetzt endlich losgehen kann.

„Es ist jetzt fast fertig, und es ist ein super Gefühl, wenn alle Bock haben und der Musikchef sagt, er hat schon 10 Bands, die kommen wollen. Jeder ist motiviert und hat Ideen“, sagt Wira. „Es ist so ein Gefühl von “Jetzt geht’s los„. Wir warten jetzt nur noch drauf, jetzt einfach anzufangen.“