Baumängel werden abgearbeitet: BER-Eröffnung rückt näher - Dübel-Problem gelöst

Baumängel werden abgearbeitet : BER-Eröffnung rückt näher - Dübel-Problem gelöst

Eine Schraube locker - das darf sich der Flughafen bei wichtigen Kabelbrücken nicht leisten. Die Betreiber sind sicher, dass alle Dübel halten. Nun äußert sich das Bauamt.

Kurz vor Bekanntgabe des Eröffnungstermins für den Flughafen BER deutet sich an, dass ein weiteres Hindernis für die Inbetriebnahme aus dem Weg geräumt wird.

Das Problem nicht normgerechter Dübel im Hauptterminal könnte nach Angaben des Bauamts gelöst werden. Der zuständige Prüfingenieur des Landkreises Dahme-Spreewald, Hartmut Zimmermann, sagte am Freitag gefragt nach der Dübel-Problematik: „Sie ist auf einem gutem Wege.“

Vor Jahren verbaute Metalldübel an Tragsystemen für Kabel unter anderem für Brandschutz und Sicherheitsstromversorung im Hauptterminal entsprechen nicht mehr der Norm, denn sie hat sich zwischenzeitlich geändert.

Der Flughafen will nachträglich eine Zulassung beantragen. Zum Teil würden zusätzliche Konstruktionen angebracht, sagte Zimmermann im BER-Untersuchungsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses.

Nach Worten des Ingenieurs ist es nicht ungewöhnlich, dass sich bei langer Bauzeit ein Verwendungsnachweis ändere. Entscheidend sei für ihn aber, dass die Technik funktioniere. „Wenn der Nachweis geführt wird, dass der Funktionserhalt gewährleistet ist, ist das in Ordnung.“

Nach zahlreichen Schwierigkeiten soll der BER im Oktober 2020 mit neun Jahren Verzögerung in Betrieb gehen. Das genaue Datum will die Flughafengesellschaft am Freitag nächster Woche nennen. Geschäftsführer Engelbert Lütke Daldrup will die Baufertigstellung im ersten Vierteljahr 2020 im Bauamt anzeigen.

Zimmermann machte deutlich, das bis dahin sämtliche Baumängel abgearbeitet sein müssen. Der Flughafen hatte die Mängel in Kategorien eingeteilt, um zunächst die drängenden funktionalen Probleme zu beheben. „Zur Fertigstellungsanzeige muss alles da sein“, betonte Zimmermann.

Der Grünen-Obmann im Verkehrsausschuss des Bundestags, Stefan Gelbhaar, erkannte Fortschritte auf der Baustelle an. „Entscheidend ist nun die finale Klärung der Dübelfrage, um unliebsame Überraschungen endgültig auszuschließen.“ Die letzten Anträge für eine Zulassung sollen noch in diesem Monat abgeschickt werden, antworte Verkehrsstaatssekretär Steffen Bilger auf eine Anfrage Gelbhaars. „Ziel ist es, die Antragsverfahren bis Ende 2019 abzuschließen.“

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(dpa)
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