Zahlen für Februar vorgestellt: Weniger Arbeitslose in Bonn und der Region

Zahlen für Februar vorgestellt : Weniger Arbeitslose in Bonn und der Region

In Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis gibt es fast 8000 offene Stellen. Die Arbeitslosigkeit ist im Februar sowohl regional als auch bundesweit zurückgegangen.

Die Arbeitslosigkeit in der Region ist im Februar gesunken, und zwar um 0,4 Prozentpunkte im Vergleich zum Februar 2018 auf jetzt 5,4 Prozent. Wie die Arbeitsagentur Bonn/Rhein-Sieg am Freitag mitteilte, ist dies vor allem auf den Rückgang der Arbeitslosigkeit im Bereich der Grundsicherung (Hartz IV) zurückzuführen. In den Jobcentern Bonn und Rhein-Sieg wurden 1697 weniger Personen betreut als noch ein Jahr zuvor. Dagegen nahm die Zahl der Arbeitslosen, die Geld aus der Arbeitslosenversicherung beziehen, um 103 Personen zu. Im Vergleich zum Januar fiel die Arbeitslosigkeit insgesamt um 54 Personen auf 26.440.

Ein Plus gab es bei den gemeldeten Arbeitsstellen: Gegenüber Februar 2018 sei der Bestand um 0,5 Prozent auf insgesamt 7906 offene Stellen gestiegen. Seit Jahresbeginn hätten die Arbeitgeber der Arbeitsagentur 4057 Stellen gemeldet, hieß es. Das seien 5,4 Prozent mehr als im Februar vergangenen Jahres gewesen. Den höchsten Bestand an freien Stellen gibt es in den Bereichen Medizin/Gesundheit, Verkauf und IT.

Die Zahl der Arbeitslosen in Nordrhein-Westfalen ist im Februar leicht gesunken. Im Vergleich zum Vormonat ging die Zahl der Männer und Frauen ohne Jobs um rund 6100 auf etwa 642.000 zurück, wie die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit am Freitag mitteilte. Zuvor hatte die Behörde mit einem leichten Anstieg gerechnet. „Der Arbeitsmarkt ist gegen den langjährigen Trend auch in diesem Jahr wieder früh in Schwung gekommen“, so die regionale Behördenchefin Christiane Schönefeld.

Die Arbeitslosenquote sank im Vergleich zum Januar um 0,1 Prozentpunkte auf 6,6 Prozent. Vor einem Jahr war die Situation längst nicht so gut: Im Februar 2018 hatte sie noch bei 7,2 Prozent gelegen. Der Bedarf an Fachkräften ist weiter hoch. „Es fällt Unternehmen und Betrieben immer schwerer, qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden“, so Schönefeld. Mehr als 165.000 Stellen seien in NRW insgesamt unbesetzt.

Bundesweit sank die Zahl der Arbeitslosen im Februar um 33.000. Damit suchten zuletzt noch 2,373 Millionen Menschen einen Job, wie die Nürnberger Bundesagentur für Arbeit (BA) mitteilte. Im Vergleich zum Februar des Vorjahres waren 173.000 Menschen weniger arbeitslos. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 5,3 Prozent. BA-Chef Detlef Scheele sagte, es sei nicht nur die Arbeitslosigkeit gesunken, auch die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung bleibe auf Wachstumskurs und die Nachfrage nach Arbeitskräften auf einem sehr hohen Niveau. „Der Arbeitsmarkt bleibt damit robust gegenüber der konjunkturellen Abschwächung.“

Gewisse Entkopplung von Wachstum und Arbeitsmarkt

Im Vorgriff auf die im März erscheinende Frühjahrsprognose der Arbeitsmarktforscher der BA sagte Scheele, „wir sind optimistisch“. Die nachlassende Konjunktur geht bisher spurlos am Arbeitsmarkt vorbei, im Gegenteil entstehen weiter neue Jobs. In früheren Phasen mit einem schwächelnden Wirtschaftswachstum hatte sich stets die Zahl der Jobsuchenden erhöht.

Scheele sagte, es gebe „eine gewisse Entkopplung von Wachstum und Arbeitsmarkt“. Dies erkläre sich dadurch, dass viele Jobs in von der Konjunktur unabhängigen Sozialberufen entstanden sind. Außerdem würden Firmen Fachkräfte nicht mehr so schnell entlassen. Es gebe die Sorge, bei einer wieder anziehenden Wirtschaft nicht mehr das nötige Personal zu bekommen.

Die Zahl der Erwerbstätigen stieg nach den jüngsten vorliegenden Zahlen im Januar auf 44,79 Millionen, 477.000 mehr als im Jahr davor. Sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren laut BA im Dezember 33,32 Millionen Menschen, 708 000 mehr als im Jahr davor. (mit dpa/afp)

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