Arbeitsmarkt in der Region: Weniger Arbeitslose in Bonn und der Region

Arbeitsmarkt in der Region : Weniger Arbeitslose in Bonn und der Region

Die Arbeitslosenquote liegt im Februar bei 5,8 Prozent. Das ist deutlich weniger als im Vorjahresmonat. Knapp 6000 Flüchtlinge suchen derzeit in Bonn und der Region Arbeit.

In der Region sind mehr Menschen in Lohn und Brot: Die Arbeitslosenquote lag im Februar mit 5,8 Prozent deutlich unter der des Vorjahresmonats (6,3 Prozent). Im Januar hatten die Statistiker eine Quote von 5,9 Prozent registriert. Nach Angaben der Agentur für Arbeit Bonn/Rhein-Sieg waren im Februar 28 050 Menschen arbeitslos gemeldet, 0,6 Prozent oder 162 weniger als im Januar. Im Februar 2016 waren noch 29 772 Arbeitslose registriert.

„Der Start in das noch junge Jahr stimmt uns positiv. Die Arbeitslosenquote ist so niedrig, wie noch nie. Um Langzeitarbeitslosigkeit zu verhindern und gleichzeitig Fachkräfte zu sichern, müssen wir uns besonders um junge Menschen kümmern, die noch keine Ausbildung besitzen oder noch nicht ausreichend für das Berufsleben qualifiziert sind. Der Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit in diesem Monat hat saisonale Gründe und der Zugang von arbeitslosen geflüchteten Menschen im Versichertenbereich wurde kompensiert“, erläuterte Marita Schmickler-Herriger, Leiterin der Agentur für Arbeit Bonn/Rhein-Sieg, die aktuelle Arbeitsmarktsituation in der Region im Februar.

Während die Arbeitslosigkeit in der Gruppe der 15- bis 25-Jährigen im Jahresvergleich nur leicht um 0,5 Prozent zurückging, lag der Rückgang bei den über 50-Jährigen bei 5,3 Prozent. Ein anderes Bild stellt sich im Vergleich zum Vormonat dar: Im Februar stieg die Jugendarbeitslosigkeit im Vergleich zum Januar um 111 Personen. Die Arbeitslosigkeit der Älteren (50 plus) ist um 82 Personen gesunken. Im Februar lag die Zahl der arbeitsuchenden Flüchtlinge im Zuständigkeitsbereich der Arbeitsagentur bei 5953 (Vormonat: 5839). Darunter befanden sich 2082 (Vormonat: 2199) arbeitslose Personen.

Der Arbeitsmarkt in der Region

Die Kategorien „Arbeitsuche“ und „Arbeitslosigkeit“ werden nach im Sozialgesetzbuch festgelegten Kriterien vergeben. Danach werden Personen als Arbeitsuchende geführt, wenn sie eine Beschäftigung als Arbeitnehmer suchen, und als Arbeitslose, wenn sie darüber hinaus keine Beschäftigung haben, dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen und nicht an einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme teilnehmen. Arbeitslose bilden deshalb eine Teilmenge der Arbeitsuchenden. Bei Flüchtlingen ist der Aufenthaltsstatus ausschlaggebend für die Kategorisierung.

In Nordrhein-Westfalen haben im Februar noch rund 100 000 Flüchtlinge Arbeit gesucht. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit belegen die meisten von ihnen Fortbildungen wie zum Beispiel Sprachkurse. Dadurch führt die Arbeitsagentur viele Geflüchtete als Unterbeschäftigte und nicht als Arbeitslose. Die Zahl der Unterbeschäftigten stieg im Februar um 35 000 Menschen auf etwa eine Million Menschen an. Die Arbeitsagentur in NRW erwartet im Verlauf des Jahres einen Anstieg der Arbeitslosenzahlen, da viele Weiterbildungen enden. Im Vergleich zum Vorjahr gab es im Februar 23 000 weniger Arbeitslose in Nordrhein-Westfalen. Insgesamt waren im Februar 730 000 Menschen in NRW arbeitslos, die Quote lag bei 7,7 Prozent. (ga/dpa)

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