Crowd lieh Bonner Start-up 1,2 Millionen Euro: Von Floerke: Privatanleger sorgen sich um ihr Geld

Crowd lieh Bonner Start-up 1,2 Millionen Euro : Von Floerke: Privatanleger sorgen sich um ihr Geld

1,2 Millionen Euro haben private Anleger über eine Crowd-Investment-Plattform bei der Bonner Herrenmode-Firma von Floerke eingezahlt. Nun warten sie auf die vereinbarte Zinsrate.

Nicht nur zahlreiche Spirituosen-Kunden, auch private Geldanleger warten derzeit darauf, dass das Bonner Start-up von Floerke seine geschäftlichen Zusagen einhält. Noch im November hatte Gründer David Schirrmacher den Investoren der Crowd-Funding-Plattform Kapilendo eine Zahlung der vereinbarten jährlichen Zinsrate zugesagt.

Heute will sich Schirrmachers Anwalt auf Anfrage zu den Raten für die Kapilendo-Geldgeber nicht äußern. Er verweist auf die laufenden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Bonn gegen den Jungunternehmer. Schirrmacher selbst befindet sich nach eigenen Angaben auf einer Auslandsreise.

Auch über die Entwicklung der Zahlungsfähigkeit des Unternehmens und die Zukunft der Ladengeschäfte gab es auf Anfrage keine aktuellen Informationen. Zuletzt hatte es geheißen, die drei Geschäfte in Düsseldorf, Köln und Münster sollten geöffnet bleiben.

Mehr als 1,2 Millionen Euro haben private Anleger über die Crowd-Investment-Plattform Kapilendo bei von Floerke eingezahlt. Versprochen wurde ihnen eine Festverzinsung von neun Prozent im Jahr über eine Laufzeit von fünf Jahren mit jährlichen Zinszahlungen. Gründer David Schirrmacher warb für sein Unternehmen: „Mit der Crowd möchten wir nun den Schritt zum Label machen, das alle Bedürfnisse des modebewussten Gentleman abdeckt.“ Er verwies auf „dreistellige Wachstumsraten“.

Die Geldanlage war jedoch von Anfang an mit Risiken behaftet. Als sogenannte Nachrang-Finanzierung stehen die Anleger mit ihren Forderungen hinter anderen Gläubigern. Sollte von Floerke etwa Insolvenz anmelden, ist es sehr unwahrscheinlich, dass sie ihr Geld zurück erhalten. Die Plattform Kapilendo verweist darauf, dass hohe Zinsen immer auch mit einem erhöhten Risiko einher gingen.

Derzeit steht das Bonner Unternehmen in der Kritik seiner Kunden, da die Lieferung bereits bezahlter Spitiuosen ausbleibt. Schirrmacher sprach in diesem Zusammenhang von Lieferproblemen der Großhändler.

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