Kreditgeschäft legt um zehn Prozent zu: Volksbank Bonn Rhein-Sieg wächst kräftig

Kreditgeschäft legt um zehn Prozent zu : Volksbank Bonn Rhein-Sieg wächst kräftig

Mit kräftigen Zuwächsen hat die Volksbank Bonn Rhein-Sieg das Geschäftsjahr 2014 abgeschlossen. "Wir wachsen überdurchschnittlich", sagte gestern Vorstandsvorsitzender Jürgen Pütz bei der Bilanzvorlage in Bonn.

Das Gesamt-Kundenvolumen aus Einlagen, Ausleihungen, Vermittlungsgeschäft und Wertpapieren sei um 5,9 Prozent auf 4,36 Milliarden Euro gestiegen. Die Bilanzsumme nahm um 209 Millionen Euro auf 2,28 Milliarden Euro zu. Damit gehöre die Volksbank zu den großen Genossenschaftsbanken in Deutschland.

Die Kreditnachfrage sowohl der gewerblichen als auch der privaten Kunden sei ungebrochen. Das Kreditgeschäft nahm um 10,1 Prozent auf 1,239 Milliarden Euro zu. Das habe vor allem an der gestiegenen Nachfrage nach Wohnbaufinanzierungen gelegen. Häuslebauer nahmen im vergangenen Jahr 203,6 Millionen Euro an Darlehen neu in Anspruch. Damit habe der Zuwachs im Neugeschäft um 39 Prozent über dem des Vorjahres gelegen. "Wir weisen unsere Kunden in den Beratungsgesprächen darauf hin, dass in der derzeitigen Niedrigzinsphase eine höhere Anfangstilgung des Annuitäten-Darlehens wichtig ist, damit die Restschuld an Ende der Zinsbindung tragbar bleibt", erläuterte Pütz.

Denn niemand könne derzeit abschätzen, wie lange die Niedrigzinsphase dauern werde. "Die lebhafte Nachfrage ist ein Beleg dafür, dass unser Geschäftsgebiet in einer Zuzugsregion liegt", so der Vorstandsvorsitzende. Er halte den Immobilienmarkt in der Region weiterhin für stabil. Es gebe erste Anzeichen, dass sich die Preissteigerungsraten bei Immobilien und Mieten beruhigen würden. 133 Objekte habe die hauseigene VobaImmobilien im vergangenen Jahr vermittelt. "Es hätten noch viel mehr sein können, wenn wir mehr im Angebot gehabt hätten", sagte Pütz.

Deutliche Zuwächse habe die Genossenschaftsbank auch auf der Einlagenseite verzeichnet. Sie sei um 8,7 Prozent auf 1,624 Milliarden Euro gestiegen. Tagesgelder und Sichteinlagen stiegen mit zweistelligen Prozentsätzen."Aber auch das gute alte Sparbuch bleibt in Mode", sagte Pütz. Eine Steigerung um 13 Prozent habe zu einem Jahresendbestand von 95 Millionen Euro geführt. Hier spiegele sich das Sicherheitsbedürfnis der Bürger wieder. Die Anlage in Aktien sei ein großes Thema in der Beratung. Viele Kunden würden aber eher in Fonds mit einer Wertabsicherung nach unten investieren.

Angesprochen auf geplante Fusionen von Genossenschaftsbanken in der Region, wie zwischen der Kölner Bank und der VR-Bank Rhein-Sieg meinte Pütz, dass die Fusionswelle mt Sicherheit weitergehen werde. "Wir sind für alles offen, wenn wir angesprochen werden", meinte Pütz. Da die Volksbank Bonn Rhein-Sieg aber ohnehin schon eine große Genossenschaftsbank sei, gebe es keinen Grund, selbst aktiv zu werden.

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