Fusion der Genossenschaftsbanken: Volksbank Bonn/Rhein-Sieg und Kölner Bank vor Fusion

Fusion der Genossenschaftsbanken : Volksbank Bonn/Rhein-Sieg und Kölner Bank vor Fusion

Die Volksbank Bonn/Rhein-Sieg und die Kölner Bank wollen fusionieren. Das teilten die Institute am Donnerstag mit. Mit der gemeinsamen „Volksbank Köln Bonn eG“ sollen Kosten gesenkt und Ertragsquellen erschlossen werden.

Das sei vor dem Hintergrund der Belastungen durch die lange Niedrigzinsphase in Deutschland nötig. Die Aufsichtsräte der Genossenschaftsbanken haben die jeweiligen Vorstände beauftragt, konkrete Fusionsgespräche einzuleiten.

Den Vorstandsvorsitz wird der bisherige Bonner Chef Jürgen Pütz übernehmen. Das Institut soll zwei Hauptsitze bekommen; je einen in Bonn und in Köln. Die übernehmende Bank ist die Volksbank Bonn/Rhein-Sieg. In Bonn ist der juristische Sitz. Dabei haben der Bank zufolge steuerliche Aspekte den Ausschlag gegeben, denn die Volksbank Bonn/Rhein-Sieg verfügt über mehr Immobilieneigentum als die Kölner Bank, weshalb weniger Grunderwerbssteuer anfällt. Dafür wird Köln Sitz des fünfköpfigen Vorstands.

Banken sollen rückwirkend fusionieren

Allerdings soll der Vorstand nicht nur dort arbeiten: „Ausdruck der regionalen Ausrichtung des neuen Instituts ist, dass alle Vorstandsmitglieder wie bisher in den Teilmärkten in Köln, Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis präsent sein werden.“ Die Vertreterversammlungen tagen im Wechsel in Köln und Bonn. Nach Angaben der Banken sollen alle Filialen erhalten bleiben und keine Mitarbeiter gekündigt werden. Vorgesehen ist jedoch, Stellen nicht neu zu besetzen, wenn Mitarbeiter die Bank verlassen oder in Ruhestand gehen.

Die Vertreterversammlungen entscheiden in getrennten Sitzungen am 29. Mai 2017 in Köln und einen Tag später in Bonn über den Plan. Stimmen sie zu, sollen die Banken rückwirkend zum 31. Dezember 2016 fusionieren.

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