Viel Geld für die Kleinsten

An den Kleinsten sparen die Bundesbürger nicht. Für Kinder unter drei Jahren bekamen 2010 im Durchschnitt für 158 Euro Spielzeug und andere Geschenke.

Köln. An den Kleinsten sparen die Bundesbürger nicht. Für Kinder unter drei Jahren bekamen 2010 im Durchschnitt für 158 Euro Spielzeug und andere Geschenke, so Willy Fischel, Geschäftsführer des Bundesverbands des Spielwaren-Einzelhandels im Vorfeld der kommende Woche beginnenden Kölner Messe Kind + Jugend. Insgesamt summieren sich die Spielzeugausgaben für die Kleinsten auf 330 Millionen Euro.

Das sind vier Prozent mehr als im Vorjahr, und das bei sinkenden Kinderzahlen. Dabei achteten die Eltern auf Qualität und greifen vor allem zu Spielzeugen mit pädagogischem Mehrwert und Bewegungsspielen.

Ein Plus gab es auch bei Kleidung für Babys und Kinder. Dagegen sanken die Umsätze mit Kinderwagen und oder Kindersitzen, und die Erlöse mit Kindermöbeln und Elektroartikeln gingen sogar zweistellig zurück, so der Bundesverband des Textileinzelhandels. Unter dem Strich stagnierten die Umsätze mit Kinderbekleidung so bei rund 2,9 Milliarden Euro.

Die geringen Geburtenraten in Deutschland belasten den Handel, der auch im laufenden Jahr nicht mit einer Belebung rechnet. 28 Prozent gaben in einer repräsentativen Umfrage an, sie hätten den Umsatz im ersten Halbjahr steigern können, 38 Prozent setzten dagegen weniger um. Angesichts von Rabattschlachten und Konkurrenz durch große Möbelhäuser hätten nur 32 Prozent der Facheinzelhändler Preiserhöhungen durchsetzen können, obwohl die

Einkaufspreise etwa wegen teurerer Rohstoffe geklettert seien.

So sei auch die Zahl der Textilgeschäfte und Kaufhäuser, die auch Kinder- und Babytextilien führen, von 2500 in den letzten fünf Jahren auf 2150 gefallen, so Jürgen Horst Dörfler, der Vorsitzende des Fachbeirats Kind + Jugend.

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