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Kommentar: Trotz allem ein Jobwunder

Kommentar : Trotz allem ein Jobwunder

Vorerst muss der Anstieg der Arbeitslosigkeit in Nordrhein-Westfalen nicht beunruhigen. Es ist ein Anstieg, der sich in Grenzen hält, ein bundesdeutscher Trend, der Folge der sich abschwächenden Konjunktur ist

Das erfreuliche Gegengewicht bildet der weiterhin hohe Beschäftigungsstand. Das mag überraschen, widerspricht es doch der Annahme, dass die Demografie mit verantwortlich für die Arbeitsmarktentwicklungen ist.

Es sind aber nicht nur die alten Arbeitnehmer, die in Rente gehen, und die sinkende Zahl jüngerer Menschen, die Jobs suchen, die dem Arbeitsmarkt Luft verschaffen. Im Gegenteil: Dank größerer Flexibilität, die die Unternehmen heute bei Einstellungen haben, sind sie eher bereit, neue Stellen auszuschreiben.

Denn sie haben mehr Möglichkeiten, befristet und auf Teilzeitstellen einzustellen. Das darf keine Dauereinrichtung werden, es sollte aber auch nicht verteufelt werden. Die Probleme, die ein zu starres Arbeitsrecht schafft, hat Deutschland in den 90ern und zu Beginn dieses Jahrtausends erlebt. Das heutige Jobwunder ist hart errungen. Das Ausland beneidet uns darum.