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Telekom-Vorstand kassiert 11,5 Millionen Euro

Telekom-Vorstand kassiert 11,5 Millionen Euro

Neuer Personalvorstand Sattelberger verdient besser als Obermann - Hohe Pensionen

Bonn. (js) Die Mitglieder des Telekom-Vorstands haben im vergangenen Jahr Bezüge von zusammen gut 11,5 Millionen Euro erhalten und damit etwa so viel wie im Vorjahr (11,4 Mio). Das geht aus dem am Donnerstag veröffentlichten Geschäftsbericht hervor.

Mit dem Aufstieg zum Vorstandschef konnte René Obermann sein Einkommen 2007 im Jahresvergleich um gut 900 000 Euro auf 2,66 Millionen Euro verbessern - trotz des Verzichts auf zwei Monatsgrundgehälter aus Solidarität mit den Servicemitarbeitern, die in neue Firmen ausgegliedert wurden, wo sie weniger verdienen.

Im Verhältnis sogar noch besser bezahlt als Obermann wurde der neue Personalvorstand Thomas Sattelberger, der 2007 gut 2,49 Millionen Euro bekam, aber erst Anfang Mai bei der Telekom mit seiner Arbeit begann. Auf den Plätzen folgen T-Mobile-Chef Hamid Akhavan mit 2,29 Millionen Euro, Finanzchef Karl-Gerhard Eick mit 2,08 Millionen Euro und Timotheus Höttges, Chef der Festnetzsparte, mit 1,54 Millionen Euro.

Anteilig für einen Monat bezahlt wurde der neue Chef von T-Systems, Reinhard Clemens, mit knapp 123 000 Euro, sowie der Ende Mai ausgeschiedene glücklose T-Systems-Chef Lothar Pauly mit 359 000 Euro. Pauly bekommt außerdem laut Geschäftsbericht noch eine Abfindung in Höhe von 2,125 Millionen Euro sowie bis einschließlich Januar 2009 monatlich gut 117 000 Euro ausbezahlt.

Komfortabel sind die Pensionszusagen für die Vorstände: Ihnen stehen spätestens ab dem 62. Geburtstag lebenslange Betriebsrenten zu. Hält sich beispielsweise Vorstandschef Obermann mindestens zehn Jahre auf seinem Posten, liegt sie bei 60 Prozent seines letzten festen Jahresgehalts. Das wären derzeit rund 50 000 Euro Rente - pro Monat. Bei kürzerer Betriebszugehörigkeit fällt sie geringer aus. Der Aufwand für diese Renten lag 2007 laut Telekom bei fast 4,5 Millionen Euro.