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Telekom-Tochter verlegt Zentrale nach Köln

Telekom-Tochter verlegt Zentrale nach Köln

Die Deutsche Telekom zieht noch im Laufe dieses Jahres die Zentrale ihrer internationalen Managementberatung Detecon aus der Stadt ab. Rund 600 Mitarbeiter wechseln nach Köln.

Bonn/Köln. Im Bonner Rathaus wurde man am Donnerstag von der Nachricht offenbar kalt erwischt. Die Deutsche Telekom zieht noch im Laufe dieses Jahres die Zentrale ihrer internationalen Managementberatung Detecon aus der Stadt ab. Rund 600 Mitarbeiter wechseln nach Köln.

Dem Bonner Presseamt lagen zu dem Wegzug auf Anfrage zunächst keine Informationen vor. "Ich freue mich über die Tatsache, dass die Zahl der Telekom-Mitarbeiter in Bonn konstant bleibt und dass die Detecon als Tochter der Telekom ihren Sitz in der Region Köln/Bonn behält", sagte Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch.

In Köln zieht die auf Informations- und Kommunikationstechnologie spezialisierte Managementberatung, eine hundertprozentige Tochter der Telekom-Großkundensparte T-Systems, in das Telekom-Gebäude in der Sternengasse. Der Umzug soll nach Angaben des Unternehmens bis Ende des Jahres über die Bühne gehen, alle Mitarbeiter aus Bonn werden übernommen.

Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters ließ am Donnerstag per Pressemitteilung verlauten: "Diese Ansiedlung ist eine Bestätigung für die weiter gestiegene Attraktivität des Telekommunikations- und Medienstandortes Köln." Die Kölner Wirtschaftsdezernentin Ute Berg ergänzte: "Mit Detecon siedelt sich in Köln ein Unternehmen an, das hervorragend in das Profil der Stadt passt. Detecon bietet hochqualifizierte Arbeitsplätze sowohl für Hochschulabsolventen als auch für bereits erfahrene Beraterinnen und Berater an".

Detecon hat neben dem bisherigen Hauptsitz in Bonn weitere Niederlassungen in Eschborn, Dresden und München sowie international unter anderem in San Francisco, Bangkok, Abu Dhabi, Johannesburg und Zürich und beschäftigt insgesamt rund 1 000 Mitarbeiter, darunter mehr als 800 Berater. Das Unternehmen berät zum Beispiel Landesregierungen und Regulierungsbehörden beim Aufbau von Telekommunikationsnetzen.

"Unseren Standort Bonn haben wir bisher mit verschiedenen Abteilungen der Telekom Deutschland geteilt", ließ Detecon-Chef Klaus Hofmann am Donnerstag über die Stadtverwaltung Köln mitteilen. "Da sowohl wir als auch die Telekom mehr Platz für neue Mitarbeiter benötigen, haben wir uns für einen Wechsel nach Köln entschieden."

Zu einem konkreten Personalaufbau wollte sich ein Detecon-Sprecher am Donnerstag allerdings nicht äußern. 2010 konnte die T-Systems Tochter nach Unternehmensangaben ihren Umsatz von 171 auf 185 Millionen Euro erhöhen. Auch die Zahl der Mitarbeiter war leicht angestiegen.