Böse Überraschung: Saftige Parkgebühren für Angestellte am Kölner Airport

Böse Überraschung : Saftige Parkgebühren für Angestellte am Kölner Airport

Angestellte haben am Flughafen Köln/Bonn Stellplätze während des Urlaubs belegt. Am Ende bekommen sie eine saftige Rechnung präsentiert - teilweise waren mehrere hundert Euro fällig.

Böse Überraschung nach dem Urlaub für Angestellte am Flughafen Köln/Bonn: Als sie nach den Ferien ihr Auto vom Parkplatz fahren wollten, wurden sie zum Teil kräftig zur Kasse gebeten. Mitarbeiter von Frachtfirmen und anderen Dienstleistern hatten ihr Fahrzeug auf dem Mitarbeiterparkplatz vor dem Frachtbereich abgestellt. Verlassen konnten sie den Parkplatz nur, nachdem sie teils mehrere hundert Euro Parkgebühren bezahlt hatten.

„Geparkt werden darf hier nur während der Dienstzeiten“, stellt Flughafen-Sprecher Alexander Weise klar. Das sei mit den dort tätigen Firmen auch eindeutig so abgesprochen. Deren Mitarbeiter dürften den Parkplatz während des Urlaubs genau so wenig nutzen wie die Angestellten der Flughafengesellschaft.

Das hatten wohl auch einige der betroffenen Mitarbeiter im Hinterkopf, dann aber vergessen. „Jahrelang wurde das Parken während des Urlaubs geduldet“, sagt einer, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen will. Rund 400 Euro musste er bezahlen, um mit seinem Fahrzeug vom Parkplatz zu kommen. 33 Euro pro Tag habe die Gebühr betragen. Bei drei Wochen Urlaub werden auch rund 600 Euro fällig.

Einen Hinweis auf eine geänderte Praxis habe es nicht gegeben. Dabei hätten er und andere Betroffene noch versucht, ihre Autos von Kollegen vom Parkplatz fahren zu lassen, als sie gehört hätten, dass sie bezahlen müssen. Doch das sei verweigert worden. Und dann wurde es teuer. 2000 Parkplätze gibt es vor dem Frachtbereich. Da wird es regelmäßig eng. Rund 15.000 Mitarbeiter gibt es nämlich am Flughafen. Allein 6500 arbeiten in der Nacht im Sicherheitsbereich.

Für die Zeit des Urlaubs der Mitarbeiter seien die Parkplätze nicht gedacht, so Weise. Der Flughafen werde die Beschäftigten auch noch einmal darüber informieren und sie sensibilisieren. Die Flughafengesellschaft sei auch in Gesprächen mit ihren Kunden, den in Köln/Bonn tätigen Firmen. „Wir werden eine Lösung finden“, macht Weise den rund drei Dutzend Betroffenen Hoffnung.

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