Genossenschaftsbanken: PSD-Bank eröffnet neue Filiale in Bonn

Genossenschaftsbanken : PSD-Bank eröffnet neue Filiale in Bonn

Die Genossenschaftsbank investiert Millionen auch in die Kölner Zentrale. Bankschließfächer werden wieder stärker nachgefragt.

Zwei Städte, zwei Neueröffnungen: Die PSD Bank Köln modernisiert ihren Standort in Köln und sortiert die Filialen in Bonn neu. Voraussichtlich im Frühjahr 2019 eröffnet das genossenschaftliche Institut die bis dahin grundsanierte Zentrale am Kölner Laurenzplatz. Dort investiert die PSD einen zweistelligen Millionenbetrag. Bereits im kommenden Sommer bezieht die Bank in Bonn einen völlig neu gestaltete Filiale in der Maximilianstraße. Dafür schließt die Filiale in der Bonngasse. Der zweite Bonner Standort in der T-Mobile-Zentrale ist Telekom-Mitarbeitern vorbehalten. 20 der insgesamt 160 Mitarbeiter wechseln von Köln nach Bonn.

„Wir wollen wachsen und unsere Kundenbasis breiter aufstellen“, sagt Vorstandsmitglied René Königshausen im Gespräch mit dieser Zeitung. Die ersten Wochen des Jahres 2018 haben für die PSD Bank Köln dahingehend vielversprechend begonnen. „Wir konnten in den ersten drei Monaten rund 1000 neue Kunden gewinnen“, so Königshausen. Die Banker hoffen auf eine Trendumkehr: Im vergangenen Jahr hatte das genossenschaftliche Institut per Saldo rund 1000 Kunden verloren. Das Geldhaus, aktiv in den Städten Köln, Bonn, Aachen und Trier, zählte zum Jahresende rund 95 000 Kunden.

Mit dem Geschäftsjahr 2017, das auch bei der PSD von der Niedrigzinsphase beeinflusst wurde, ist Königshausen zufrieden. Der Bilanzgewinn blieb stabil bei 2,2 Millionen Euro. Der Zinsüberschuss sackte ab von 27,9 Millionen 2016 auf 23,8 Millionen Euro. Das Kreditgeschäft entwickelte sich leicht rückläufig und liegt jetzt bei rund 1,1 Milliarden Euro. Im Kreditgeschäft profitieren die Kölner von regem Geschäft mit Immobilienfinanzierungen. Vor allem bei Forward-Darlehen gibt es eine anhaltend hohe Nachfrage. Hier hilft auch die nach einem dreijährigen Prozess geglückte Ernennung zur Pfandbriefbank. Die Bank kann die Anleihen selbst am Kapitalmarkt platzieren. „Wir werden damit unabhängiger von der derzeit sehr teuren Refinanzierung über die Zentralbank“, so Königshausen.

Im neuen Haus an der Maximilianstraße hat die Bank auch Platz für 1000 Bankschließfächer reserviert. Die erfreuen sich wieder größerer Nachfrage. Die Niedrigzinspolitik der EZB spiele auch hier eine Rolle, glaubt Königshausen. Kaum Zinsen auf Tagesgeldkonten und bei vielen Banken drohende Strafzinsen bewegten viele, ihr Erspartes in einem Schließfach unterzubringen.

Trotz der Belastungen auch für die PSD-Bank durch die Niedrigzinsphase – Strafzinsen sind weiterhin kein Thema. „Die wird es bei uns nicht geben“, verspricht Königshausen.

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