Kölner Messe startet Montag: Möbelbranche spürt Aufwind

Kölner Messe startet Montag : Möbelbranche spürt Aufwind

Gut gelaunt präsentierte sich gestern die Möbelbranche in Köln. Die Industrie konnte im vergangenen Jahr den Umsatz voraussichtlich um 1,5 Prozent auf 16,3 Milliarden Euro steigern.

Gerechnet hatte die Branche mit einer schwarzen Null, nachdem der Umsatz 2013 noch um 3,7 Prozent gesunken war. Und nach dem unerwarteten Erfolg im vergangenen Jahr erwartet die Branche aber auch im laufenden Jahr ein Plus von ein bis zwei Prozent, so der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes VDM, Dirk-Uwe Klaas.

Zulegen wollen die 516 (2013: 528) Unternehmen mit rund 84 300 (85 700) Beschäftigten im In- und Ausland, wo die Branche etwa 30 Prozent des Umsatzes erzielt. In Großbritannien, in den Niederlanden und in Teilen von Osteuropa zeigten sich Aufwärtstendenzen, so Klaas. Das hart erarbeitete positive Image gelte es den deutschen Käufern besser zu vermitteln.

"Wir haben zu wenige Begehrlichkeit geweckt", hatte VDM-Präsident Axel Schramm am Mittwochabend vor Journalisten eingeräumt. Und wer an das Geld der Konsumenten will, hat harte Konkurrenz. Die Bundesbürger stecken ihr Geld gerne in Urlaubsreisen oder Elektronikartikel wie Smartphones. Gerade einmal 1,8 Prozent des verfügbaren Einkommens oder 383 Euro pro Nase gäben Bundesbürger für Möbel aus, so Schramm. Der Wert sei zu steigern.

Auch der Möbel-, Küchen- und Einrichtungshandel, der auch Accessoires verkauft, spürt Aufwind. 2014 stieg der Umsatz um 1,8 Prozent auf 31,3 Milliarden. Auch im laufenden Jahr sollen es mehr als 31 Milliarden sein, so Thomas Grothkopp, Hauptgeschäftsführer des Verbands BVDM. Knapp die Hälfte davon erwirtschaften die Top-Ten der Branche, wobei sich gerade Ikea, XXL Lutz und Höffner ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Spitzenposition liefern. Die Konzentration schreite fort, so Grothkamp. Lust auf neue Möbel soll auch die Kölner Möbelmesse imm ab Montag machen. 1300 Firmen zeigen ihre Produkte. Ein Drittel der Messefläche von 280 000 Quadratmetern nimmt der designorientierte "Pure-Bereich" ein. Auf über 40 000 Quadratmetern werden Küchen gezeigt.