Messe "Kind + Jugend" in Köln: Mehr Geld für die Kleinen

Messe "Kind + Jugend" in Köln : Mehr Geld für die Kleinen

Frischgebackene Eltern und Großeltern schauen nicht auf den Euro. "Für Tochter und Sohn ist das Beste gerade gut genug", sagte am Donnerstag Steffen Kahnt, stellvertretender Geschäftsführer des Bundesverbandes des Spielwaren-Einzelhandels (BVS) im Vorfeld der Messe "Kind+Jugend" in Köln.

Für eine Erstaustattung vom Autositz über Strampler zum Wickeltisch hätten die Deutschen im vergangenen Jahr laut dem Institut IFH 2976 Euro ausgegeben. Das seien vier Prozent mehr gewesen als im Vorjahr, so der BVS. Günstiger wird es, wenn es schon ältere Geschwister gebe. Dann hätten deutsche Eltern im Durchschnitt aber auch noch 1400 (2012: 1300) Euro ausgegeben.

Eltern seien heute oft etwas älter als noch vor einiger Zeit, so Kahnt. Sie seien so oft schon einige Jahre im Berufsleben und hätten so oft auch mehr Geld. Eltern in Deutschland gaben im vergangenen Jahr insgesamt 2,13 Milliarden Euro für Kinder in den ersten drei Lebensjahren aus.

Das waren etwa 1054 Euro pro Kind für Baby- und Kinderausstattung. Für 2012 wurden zwar noch 2,3 Milliarden Euro ausgewiesen, die Zahlen seien aber wegen einer neuen Erfassungsmethode nicht vergleichbar, betonte Kahnt. So zeigt sich die Branche zufrieden. Auch ein Rückgang bei den Ausgaben für Spielzeug für Babys und Kleinkinder von 486 auf 458 Millionen Euro im vergangenen Jahr kann die Stimmung nicht trüben.

2012 sei ein ausgesprochen gutes Jahr gewesen, so Kahnt. Eine wichtige Zielgruppe sind Eltern und Kinder auch für die deutsche Möbelindustrie. Jedes siebte in Deutschland hergestellte Möbel sei inzwischen für Kids, so die Branche. Vom Umsatz von 17,8 Milliarden Euro 2013 entfielen 2,3 Milliarden auf Kindermöbel. Außerdem seien Kindermöbel im Wert von 1,3 Milliarden Euro importiert worden.

Auf der "Kind + Jugend" zeigen 1052 Aussteller ihre Produkte vom 11. bis zum 14. September einem Fachpublikum.

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