Kommentar zur Gamescom: Mehr als nur Spielerei

Kommentar zur Gamescom : Mehr als nur Spielerei

Die Gamescom in Köln steht vor der Tür. Die Spielebranche steht für viel mehr als nur Freizeitvergnügen. Unser Autor meint: Die Gamescom hat sich großartig über die Jahre entwickelt.

Wummernde Bässe und zuckende Lichtblitze auf den Ständen – die Computerspielemesse Gamescom ist grell und sie ist laut. Das wird auch dieses Jahr wieder so sein, wenn 1150 Aussteller ihre Neuheiten präsentieren und sicher satt über 300.000 Besucher die Trends der Branche sehen und neue Spiele ausprobieren wollen.

Die Gamescom hat sich großartig über die Jahre entwickelt. Mehr Aussteller, mehr Besucher – das ist das Verdienst der Messegesellschaft, die immer wieder an Stellschrauben gedreht hat. In diesem Jahr darf die Gamescom wieder mehr Platz belegen. Das kommt der Aufenthaltsqualität zu Gute, auch wenn es immer noch Gedränge in den Gängen und Warteschlangen bei einzelnen Ausstellern geben dürfte. Die Gamescom ist ein Publikumsmagnet und Köln als Medienstadt mit namhaften Spielentwicklern profitiert davon.

Dabei steht die Game-Industrie für mehr als grelle Spiele. Sie war ein Treiber für Virtual Reality, schnelle Reaktionszeiten und hohe Bildschirmauflösungen. Die braucht es nicht nur zum Freizeitvertreib, sondern auch bei hochauflösenden Bildern menschlicher Organe oder Simulationen für Ausbildungszwecke. Auch deshalb wird die Branche von Bund und Ländern zu Recht gefördert. Es darf sogar etwas mehr sein. Der Rückgang des Anteils deutscher Spieleentwicklungen am Gesamtmarkt ist jedenfalls ein Alarmsignal, nicht nur für die Spieleindustrie.