Zusätzliches Bürogebäude: Mehr als 3000 Mitarbeiter bei Bonner BAD

Zusätzliches Bürogebäude : Mehr als 3000 Mitarbeiter bei Bonner BAD

Der Bonner Gesundheitsdienstleister BAD ist im vergangenen Jahr dank einer regen Nachfrage nach betrieblichem Gesundheitsmanagement im In- und Ausland kräftig gewachsen. Erstmals sind mehr als 3000 Mitarbeiter bei dem Konzern beschäftigt.

"Im Vergleich zum Vorjahr haben wir über 250 neue Stellen geschaffen", sagte Bernd Siegemund, Vorsitzender der Geschäftsführung, in Bonn. Europaweit beschäftigt BAD jetzt 3042 Frauen und Männer, zum großen Teil medizinisches Fachpersonal. Allerdings gebe es Engpässe: "Auch wir haben mit dem Ärztemangel zu kämpfen." Mit den Mitarbeitern wächst der Platzbedarf am Standort der Zentrale in Bonn-Beuel. Dort sollen deshalb in einem neuen mehrgeschossigen Bürohaus das arbeitsmedizinische Zentrum, Schulungsräume, der Vertrieb sowie ein Betriebskindergarten unterkommen. Mitte nächsten Jahres soll der Erweiterungsbau stehen.

BAD ist nach eigenen Angaben inzwischen der europaweit führende Anbieter für Arbeitsschutz und betriebliche Gesundheitsvorsorge. Das Bonner Unternehmen betreut laut Siegemund mehr als 250 000 Betriebe mit mehr als vier Millionen Mitarbeitern. Zu den Kunden gehören Unternehmen und Organisationen aller Branchen und Größen, darunter unter anderem Arag, Alstom, die Deutsche Flugsicherung, diverse Kliniken sowie Bundes- und Landesministerien. Im vergangenen Jahr erzielte BAD nach Unternehmensangaben europaweit ein Umsatzwachstum von mehr als sieben Prozent auf 194 (2012: 181) Millionen Euro.

Dabei treiben die Bonner die Internationalisierung innerhalb Europas voran. Zum Jahreswechsel 2013/14 wurde die tschechische Santé Group übernommen. Die Übernahme ist charakteristisch für die Strategie der Bonner, denn sie erfolgte, obwohl BAD in Tschechien mit der Tochtergesellschaft Team Prevent bereits etabliert ist. Siegemund: "Ziel der Expansionsstrategie ist es, mittelfristig in allen Ländern, in denen die BAD-Gruppe heute vertreten ist, über eine für den jeweiligen Markt optimale Standortdichte zu verfügen, das Leistungsspektrum analog zum Angebot in Deutschland auszubauen und mittelfristig das Geschäft auf weitere Länder Europas auszuweiten." Tochtergesellschaften unter dem Namen Team Prevent unterhält BAD außer in Tschechien in neun weiteren Ländern.

"Wir setzen auf weiteres Wachstum im Ausland und sehen dafür in vielen europäischen Ländern gute Rahmenbedingungen", so der BAD-Chef.