NRW abgeschlagen: Land büßt fünf Plätze im Ranking ein

NRW abgeschlagen : Land büßt fünf Plätze im Ranking ein

Bonn und Köln sehr wirtschaftsstark, aber andere Städte sind Problemregionen. Von den 16 Bundesländern nimmt Nordrhein-Westfalen einen abgeschlagenen elften Platz in der Studie des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung ein.

NRW hat seit dem letzten Ranking des Instituts fünf Plätze eingebüßt. Auch im Vergleich der 401 kreisfreien Städte und Landkreise in Deutschland finden sich NRW-Gemeinden auf den hinteren Rängen: Außer dem Schlusslicht Gelsenkirchen (Rang 401) sind dies Herne (398), Duisburg (394) und Oberhausen (Rang 393).

Für die Rangfolge haben die Wissenschaftler insgesamt 21 Kriterien untersucht, die demografische, wirtschaftliche und bildungspolitische Aspekte umfassen, aber auch die Situation etwa des Wohnraumangebots berücksichtigen. Während Bonn mit einer Gesamtnote von 2,92 hervorsticht, folgt schon sehr dicht die Stadt Köln mit der Note 3,15. Der Rhein-Sieg-Kreis erhielt in der Studie die Note 3,33 und der Rhein-Erft-Kreis die Note 3,45. Der Oberbergische Kreis wurde mit 3,46 benotet. Euskirchen schnitt nur mit der Note 3,68 ab.

In Rheinland-Pfalz kamen Ahrweiler auf 3,43, Altenkirchen auf 3,99, Neuwied auf 3,93 und der Eifelkreis Bitburg-Prüm auf 3,63.

Die Studie hebt hervor, dass Düsseldorf und Bonn mit einem Bruttoinlandsprodukt von 80.000 beziehungsweise 71.000 Euro pro Einwohner zu den 16 wirtschaftsstärksten Kreisen Deutschlands gehörten. Fast ein Zehntel des nordrhein-westfälischen Bruttoinlandsprodukts wurden demnach in Köln erwirtschaftet.

Positiv auf die Gesamtbewertung Bonns wirkten sich die hohe Zahl der unter 35-Jährigen, die der Hochqualifizierten und die der Elterngeldbezieher aus – alles Kategorien, die mit eins bewertet wurden. Kölns Kinderbetreuung schnitt ebenfalls mit eins ab.