AOK-Krankenkasse: Kongress in Bonn thematisiert Glück im Arbeitsleben

AOK-Krankenkasse : Kongress in Bonn thematisiert Glück im Arbeitsleben

Am Mittwoch fand in Bonn ein Kongress zum Thema „Glück im Job“ statt. Fazit: Zufriedene Beschäftigte steigern den Unternehmenserfolg.

Wenn Beschäftigte zufrieden sind, können es ihre Arbeitgeber auch sein. Denn zufriedene Mitarbeiter sind leistungsbereiter und stärker am Unternehmenserfolg interessiert als ihre unzufriedenen Kollegen.

Auf diese Formel lässt sich der Kongress der AOK-Krankenkasse Rheinland/Hamburg und ihres Tochterunternehmens, dem Institut für Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF), bringen, der am Mittwoch in Bonn unter der Überschrift stand: "Glücklich und erfolgreich im Arbeitsleben - Sollen Unternehmen ihre Mitarbeiter jetzt auch noch glücklich machen?" Am besten ja, müsste folgerichtig die Antwort lauten.

"Mitarbeiter, die Wertschätzung erfahren, sind gerne im Betrieb und produktiver. Davon wiederum profitiert der Betrieb. Eine Win-win-Situation", sagte Bonns Bürgermeisterin Gabriele Klingmüller in ihrer Begrüßungsrede und fügte scherzhaft hinzu: "Zufriedenheit liegt uns Bonnern im Blut."

Maria Steels, Regionaldirektorin der AOK Rheinland/Hamburg, brachte es auf den Punkt: "Unternehmen sind gut beraten, sich um ihre Beschäftigten zu kümmern." Glückliche Mitarbeiter, so die Erfahrung der AOK aus unzähligen Unternehmensschulungen, seien erfolgreicher, loyaler und weniger häufig krank.

Beide Standpunkte decken sich mit Analysen des BGF-Instituts. Das Institut, Mitte der 1990er Jahre gegründet, beschäftigt mittlerweile rund 75 Mitarbeiter und betreut an seinen beiden Standorten Köln und Hamburg Hunderte Unternehmen in Fragen betrieblicher Gesundheitsförderung. Ein gesundes Betriebsklima und eine positive Unternehmenskultur erhöhten die Leistungsbereitschaft, ließe die Mitarbeiterfluktuation sinken und steigere gleichzeitig die Unternehmensattraktivität, so das BGF. Gehaltserhöhungen, Bonuszahlungen oder ein Firmenwagen, reichten längst nicht mehr zum Glücklichsein. In Zahlen ausgedrückt: Ein passgenaues betriebliches Gesundheitsmanagement könne Fehlzeiten um bis zu 25 Prozent senken. Jeder ins Gesundheitsmanagement investierte Euro zahle sich wegen der positiven Wirkung auf die Beschäftigten für Arbeitgeber mit dem Faktor 2,7 aus.

Nicht selten allerdings sieht der Arbeitsalltag ernüchternd anders aus: Ein fehlendes Können der Führungskräfte, schlechte Arbeitsabläufe und eine fehlende Kommunikation seien große Hindernisse auf dem Weg zu einem gesunden Betriebsklima, sagte BGF-Fachberater Franz-Josef Burgund. Wie gut oder schlecht es in einem Betrieb laufe könne auch am Krankenstand abgelesen werden. Früher beobachtete die AOK überwiegend Muskel- und Skeletterkrankungen in den Belegschaften.

Mittlerweile registriert die Kasse zunehmend psychische Erkrankungen. Die Vermutung liegt nahe, so Burgund, dass dies mit den steigenden Anforderungen im Job zusammenhängt. Ein gezieltes Gesundheitsmanagement könne die Arbeitsbelastung deutlich reduzieren, so der Fachberater. Neben den Möglichkeiten für Arbeitgeber, stellte Kollegin Nicole Lazar heraus, dass auch die Beschäftigten selbst bereit sein müssten, mit ihrer Arbeit glücklich zu werden. Wer etwa seine Stärken im Job einsetzen könne und gesteckte Ziele erreiche, sei bereit mehr zu geben und fühle sich gleichzeitig zufriedener. Oft genüge eine positive Haltung, so Psychologin Lazar, und dem Arbeitsalltag einen Sinn zu geben.

Unternehmen in der Region, die mehr über die verschiedenen Möglichkeiten der betrieblichen Gesundheitsförderung erfahren möchten, können sich an an die AOK Rheinland/Hamburg in Troisdorf unter Tel.: 02241/88050 wenden.

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