Klaus Hilger übernimmt das Geschäft: Konditorei Fassbender in Siegburg gerettet

Klaus Hilger übernimmt das Geschäft : Konditorei Fassbender in Siegburg gerettet

Die Siegburger Traditionskonditorei Fassbender, die im vergangenen Sommer Insolvenz anmelden musste, ist gerettet. Investor Klaus Hilger wird das Geschäft übernehmen.

Wie der vorläufige Insolvenzverwalter Thomas Steger auf Anfrage des General-Anzeigers am Freitag mitteilte, hat sich mit dem Gastronomen Klaus Hilger ein neuer Investor gefunden, der den Betrieb weiterführt. Seit 1. Januar sind die Cafés Teil einer neuen Gesellschaft, die "Fassbender Genusskultur" heißt. "Alle Arbeitsplätze bleiben erhalten", sagte Steger. Einschränkend fügte er hinzu, dass seit der Insolvenzanmeldung einige Mitarbeiter im Rahmen "natürlicher Fluktuation" gegangen seien. Vor der Insolvenz hatte Fassbender 135 Beschäftigte gehabt.

Laut Steger werden das bereits geschlossene Café Bottler in Bonn und die Konditorei Jansen in Bad Honnef nicht weiter betrieben. Alle anderen Standorte blieben erhalten. Von Schließung betroffenes Personal habe in anderen Filialen unterkommen können.

Als Grund für die Insolvenz im vergangenen August galten der heiße Sommer und die Folgen eines Großbrandes im Jahr 2015. Das Feuer war in der zentralen Produktions- und Verpackungshalle in Siegburg ausgebrochen. Laut Steger trug die Versicherung nur einen Teil der Kosten.

Seit 1910 betreibt Fassbender ein Café am Siegburger Marktplatz. 2008 zog man mit der Produktion in das dortige Industriegebiet. Das Geschäft in der Bonner Sternstraße wurde 1995 eröffnet. 2012 kam das Café Bottler in der Vivatsgasse hinzu. Zudem betreibt Fassbender, dessen Produkte zumeist aus eigener Erzeugung stammen, ein Café in Köln.

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