Grundstücksmarktbericht NRW: Köln ist Spitzenreiter bei Immobilienpreisen

Grundstücksmarktbericht NRW : Köln ist Spitzenreiter bei Immobilienpreisen

Die Preise für neue Eigentumswohnungen sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, Bonn liegt auf Platz zwei. Ingesamt wurden weniger Wohnungen wurden im Regierungsbezirk verkauft.

Die Domstadt liegt bei den Preisen für Immobilien und Grundstücke im Regierungsbezirk an der Spitze, dicht gefolgt von Bonn. Das geht aus dem Grundstücksmarktbericht NRW hervor, der die Daten der örtlichen Gutachterausschüsse bündelt. Diese haben ihre Analysen der einzelnen Preise in den einzelnen Gemeinden bereits im Frühjahr veröffentlicht. Sie sind im Internet unter boris.nrw wie auch der komplette Bericht kostenlos abrufbar.

Insgesamt mussten Käufer im vergangenen Jahr deutlich mehr zahlen. Die Preise für neue Eigentumswohnungen sind im Vergleich zum Vorjahr im Regierungsbezirk Köln, zu dem auch Bonn und der Rhein-Sieg-Kreis gehören, um acht Prozent gestiegen. In der Domstadt kostete ein Quadratmeter Wohnfläche in mittlerer Lage im Schnitt 4060 Euro. Auf Platz zwei folgt Bonn mit rund 3560 Euro, Platz drei belegt Aachen 3500 Euro je Quadratmeter. Im Mittelfeld liegen Städte wie Bornheim (2900 Euro), Königswinter (2550 Euro) oder Troisdorf (2770 Euro).

Wer günstigen Wohnraum sucht, wird im Oberbergischen Kreis oder im Kreis Heinsberg am ehesten fündig (2170 Euro). Schlusslicht der Preisliste ist Roetgen bei Aachen mit 2100 Euro.

Grundstücke für Ein- und Zweifamilienhäuser kosteten 2016 im Regierungsbezirk im Schnitt sechs Prozent mehr als 2015. Spitzenreiter ist auch hier Köln mit 500 Euro pro Quadratmeter, gefolgt von Bonn (410 Euro) und Bergisch Gladbach (390 Euro). Die Preise beziehen sich jeweils auf mittlere Lagen. In guten Lagen kann der Preis noch einmal deutlich steigen – in Köln auf rund 1290 Euro, in Bonn nur auf 475 Euro pro Quadratmeter. Im Rhein-Sieg-Kreis liegen bei den Grundstückspreisen in mittleren Lagen Bad Honnef (280 Euro) sowie Alfter und Sankt Augustin (270 Euro) an der Spitze.

Schlusslicht bei den Grundstückspreisen sind ländliche Gebiete wie die Gemeinden Ruppichteroth (80 Euro) und Windeck (55 Euro). Nur im Eifelort Hellenthal kommen Grundstückskäufer mit im Schnitt 35 Euro pro Quadratmeter noch günstiger weg. Deutlich über dem Schnitt lagen die Preise in den Gemeinden des Rheinisch-Bergischen-Kreises. Die Umsätze mit Immobilien im Regierungsbezirk sind 2016 laut Grundstücksmarktbericht in vielen Bereichen zurückgegangen.

Es wurden den Angaben zufolge vier Prozent weniger Ein- und Zweifamilienhäuser verkauft. Mit 3 538 Baugrundstücken für diese Häuser haben etwa ein Prozent weniger den Besitzer gewechselt. Auch die Zahl der verkauften Gewerbeobjekte ging zurück, mit minus 18 Prozent war die Veränderung hier besonders deutlich. Mit 13 Prozent im Plus lag der Verkauf von Grundstücken für Mehrfamilienhäuser.

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