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Knauber: Bauhaus bestätigt Übernahme der Märkte - Unternehmen aus Bonn

Verkauf des Bonner Unternehmens : Verwaltungsmitarbeiter von Knauber in Sorge

Bauhaus übernimmt vier von sechs Freizeitmärkte des Bonner Unternehmens Knauber. Die Beschäftigten in den Märkten werden übernommen, für die 40 Mitarbeiter in der Verwaltung gilt dies allerdings nicht.

Auf seiner Internetseite schreibt Bauhaus ganz offen: Man suche immer nach Expansionsmöglichkeiten. Am Montag bestätigte das Unternehmen mit Sitz in der Schweiz: Am 1. Juli wird es vier von sechs Freizeitmärkten des Bonner Unternehmens Knauber übernehmen, die zwei anderen müssen dauerhaft schließen. Für vier ist dies nur ein vorübergehender Zustand, denn nach dem Umbau sollen sie im Spätsommer beziehungsweise Herbst unter dem Namen Bauhaus wiedereröffnet werden.

Die rund 450 Beschäftigten in den Knauber-Märkten werden nach Angaben des Unternehmens zu Bauhaus überwechseln. „Sie bekommen ein Angebot, bei uns zu arbeiten“, sagte ein Unternehmenssprecher in Mannheim, wo sich die Deutschland-Zentrale befindet. Entweder kommen sie an den umgebauten Knauber-Standorten unter oder in einem der bestehenden Bauhaus-Märkte, wenn sie für sie ortsnäher sein sollten, etwa in Beuel oder Hennef. Dort sind die Öffnungszeiten länger, sodass mehr Personal benötigt wird.Unsicher ist die berufliche Zukunft für die rund 40 Mitarbeiter in der Verwaltung der Knauber-Märkte. Sie werden nicht von Bauhaus übernommen.

Knauber versucht nach eigenen Angaben, für sie Stellen in der eigenen Holding zu finden oder im Energiehandel, den Knauber nun ausbauen will. Andernfalls will man sie persönlich bei der Jobsuche betreuen lassen.Bauhaus wurde vor 60 Jahren in Mannheim von dem gelernten Schreiner und Glaser Heinz-Georg Baus gegründet, der damit den ersten Baumarkt nach US-Vorbild in Europa gründete. Aktuell gibt es 156 Fachzentren in Deutschland, 275 sind es europaweit in 19 Ländern. Neben Privathaushalten richtet sich der Service von Bauhaus an Handwerker und Gewerbetreibende. Vielerorts gibt es sogenannte Drive-Ins, wo Firmen mit dem Lieferwagen durch das Lager fahren und sich die Ware aufladen lassen können. Das Sortiment umfasst rund 160 000 Produkte für Werkstatt, Haus und Garten. Offizielle Geschäftszahlen veröffentlicht Bauhaus nicht. Gründer Baus, der 2016 starb, ließ sich schon früh in der Schweiz nieder. Nach dortigem Recht sind Aktiengesellschaften, die nicht an der Börse gelistet sind, nicht verpflichtet, ihre Zahlen zu veröffentlichen. Laut Wikipedia lag der Umsatz 2015 bei gut sechs Milliarden Euro.