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Friseure dürfen ab Mai öffnen: Diese Regeln gelten

Hygienekonzept wird vorbereitet : Diese Regeln gelten künftig beim Friseurbesuch

Die Branche bereitet das Hygienekonzept für die Wiedereröffnung der Friseursalons am 4. Mai vor. Unter anderem muss zwischen den einzelnen Kunden ein Abstand von mindestens zwei Metern gewahrt werden.

Bei Friseuren müssen künftig zwei Meter Abstand zwischen den Arbeitsplätzen sein. Wer auf seinen Termin wartet, muss es vor dem Salon tun. Das berichtet Friseurmeister Robert Fuhs aus Alfter, Vorsitzender der Friseur-Innung Bonn/Rhein-Sieg aus dem Hygienekonzept für die Branche, das diese Woche endgültig verabschiedet werden soll. Fuhs wirkt an den Vorbereitungen des Konzepts mit, das vom Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks und der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege vorgestellt werden soll. Das Hygienekonzept ist die Voraussetzung dafür, dass die 80 000 Unternehmen im Friseurhandwerk ab dem 4. Mai wieder öffnen dürfen. Bund und Länder hatten vergangene Woche beschlossen, dass Friseurbetriebe trotz der Corona-Krise dann wieder öffnen können „unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen sowie unter Nutzung von persönlicher Schutzausrüstung“.

Noch warten aber etliche Friseursalons mit der Terminvergabe ab, bis das Hygienekonzept endgültig vorliegt. Denn Vorgaben, wie viele Kunden sich in einem Geschäft aufhalten dürfen, beeinflussen die Vergabe.

Wie Robert Fuhs weiter berichtet, solle keine Höchstzahl an Kunden festgelegt werden, die sich gleichzeitig in einem Friseurgeschäft aufhalten dürfen. Das hänge stark von den Räumlichkeiten ab. Friseure sollen künftig ihre Kunden mit Einmalumhängen vor herabfallenden Haaren schützen. Sowohl Kunden als auch Friseure sollen einen Mundschutz tragen. „Einen Kaffee bekommen die Kunden im Moment nicht mehr angeboten“, berichtet der Friseurmeister aus Alfter. Alle Kunden müssten sich nach dem Betreten des Geschäftes die Hände desinfizieren.

Durch das Hygienekonzept könnten die Friseure weniger Kunden als früher bedienen. „Dadurch bleiben Preissteigerungen nicht aus“, sagt Fuhs. Auch die Beschaffung von genügend Masken und Desinfektionsmitteln falle ins Geld. Fuhs geht davon aus, dass die Einhaltung der Auflagen regelmäßig von den Behörden kontrolliert wird. Schon in den vergangenen Wochen seien auch in der Region Betriebe aufgefallen, die widerrechtlich geöffnet waren. Das sei teurer. Es seien Bußgelder von bis zu 2500 Euro fällig geworden.