Firmen in der Region fehlen Auszubildende

Firmen in der Region fehlen Auszubildende

"Zu wenig geeignete Bewerber" - Ausbildungsbereitschaft geht zurück

Bonn. (ga ) Zwölf Prozent der Unternehmen in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis haben im vergangenen Jahr nicht alle Ausbildungsplätze besetzen können. Hauptgrund war der Mangel an geeigneten Bewerbern. Das geht aus einer aktuellen Online-Befragung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg hervor. Daran haben sich im Mai 2005 276 Ausbildungsbetriebe beteiligt.

Die Ergebnisse bestätigten wieder einmal, dass Angebot und Nachfrage besser in Übereinstimmung gebracht werden müssten, stellt Wolfgang Brunswig, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK, dazu fest. Jedes zweite Unternehmen bezeichnete bei der Umfrage die mangelnde Ausbildungsreife der Schulabgänger als wichtigstes Ausbildungshemmnis. Bemängelt wird von den Unternehmen vor allem, dass sich die Bewerber mündlich und schriftlich nicht richtig ausdrücken können (72 Prozent), zu wenig Leistung und Engagement zeigen (56 Prozent) und kaum rechnen können(54 Prozent). Dazu Brunswig: "Schule und Wirtschaft müssen noch stärker miteinander verzahnt werden, wobei dies ein langfristiger, gesamtgesellschaftlicher Prozess ist."

Die aktuelle Situation auf dem Lehrstellenmarkt in der Region ist nach wie vor schwierig. Laut Umfrage wollen 30 Prozent der Unternehmen in 2005 weniger und 15 Prozent mehr ausbilden. "Wir müssen gerade in unserer Region mit vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen die Ausbildungsbasis weiter verbreitern und vor allen Dingen kleine Unternehmen für die Ausbildung gewinnen - was jedoch angesichts der nach wie vor schwierigen Konjunktur nicht einfach ist", so Brunswig. Um so bedauerlicher sei es, das immerhin jedes vierte Unternehmen seine Ausbildungsplätze nicht dem Arbeitsamt melde.

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