Tüv Rheinland: Fast jedes dritte Fußball-Trikot ist belastet

Tüv Rheinland : Fast jedes dritte Fußball-Trikot ist belastet

Die Prognosen zum Ausgang der Fußball-Weltmeisterschaft hat der Tüv Rheinland durch eine äußerst spekulative Variante ergänzt. Legt man die Qualität der T-Shirts mit nationaler Kennzeichnung für Fans zugrunde, scheitert Deutschland schon in der Gruppenphase. Von drei "deutschen" T-Shirts hat eines die Prüfung nicht bestanden.

Portugal und USA schneiden ohne Beanstandung besser ab. Portugal schafft es bis ins textile Endspiel, unterliegt aber dem künftigen Weltmeister Bosnien-Herzegowina. Der Tüv hat 90 Trikots der 32 teilnehmenden Nationen weltweit auf Märkten, in Souvenirläden und im Internet gekauft und vor allem auf Schadstoffe getestet.

Nach europäischen Grenzwerten waren 30 Prozent mit verbotenen, gesundheitsschädlichen Stoffen belastet. Weichmacher in Kunststoffen waren weit verbreitet, so das Ergebnis. Getestet wurde aber nur anonyme Massenware zu Preisen zwischen 15 und 20 Euro. Die Tüv-Untersuchung sagt demnach nichts aus über Qualität und Beschaffenheit von Marken-Trikots und offiziellen FIFA- und DFB-Produkten, die allerdings viel teurer sind.

Gefahndet wurde nach bestimmten AZO-Farbstoffen, die als krebserregend verrufen sind, nach Cadmium und seinen Verbindungen, die als giftig angesehen werden, und nach Weichmachern, denen nachgesagt wird, sie könnten Männer unfruchtbar machen.

Der Tüv hat außerdem auf Produktkennzeichnung, Qualitätseindruck und Passform nach der Wäsche geachtet. Generell empfiehlt der Tüv, T-Shirts und andere Textilien bei verlässlichen Anbietern mit interner Qualitätssicherung zu kaufen, im Fachhandel, bei bekannten Einzelhandelsketten oder in Kaufhäusern.

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