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Forum des General-Anzeigers mit der Sparkasse KölnBonn: Expertentipps rund um die Pflege

Forum des General-Anzeigers mit der Sparkasse KölnBonn : Expertentipps rund um die Pflege

In Deutschland sind rund 2,5 Millionen Menschen pflegebedürftig. Mehr als zwei Drittel werden zu Hause durch Angehörige und Pflegedienste betreut. Pflegebedürftigkeit bedeutet für die Betroffenen und ihre Angehörigen große physische, psychische und finanzielle Belastung, zumal sich die Familienstrukturen verändert haben.

In den Familien gibt es weniger Kinder, oft sind diese berufstätig und können sich nicht so intensiv um ihre Eltern kümmern, wie es früher einmal der Fall war. Um alle Fragen rund um das Thema Pflege dreht sich ein Forum, das der General-Anzeiger in Zusammenarbeit mit der Sparkasse KölnBonn am Donnerstag, 12. November, um 19 Uhr im Kammermusiksaal des Beethoven-Hauses veranstaltet. Die Experten auf dem Podium:

  • Vera Druckrey, Geschäftsleitung CBT Wohnhaus St. Monika, Sankt Augustin
  • Katrin Markus, Rechtsanwältin und Vorstandsmitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen
  • Alexander Schrehardt, Betriebswirt für betriebliche Altersversorgung und Versicherungsberater

Die Begrüßung übernimmt Volker Schramm, stellvertretendes Mitglied des Vorstands der Sparkasse KölnBonn. Die Experten werden auch auf Fragen aus dem Publikum eingehen.

Alexander Schrehardt wird sich in seinem Einführungsvortrag mit der Frage beschäftigen, wie man das Risiko, pflegebedürftig zu werden, rechtzeitig finanziell absichern kann. Außerdem wird er durch konkrete Beispiele erläutern, in welchem Umfang Familienmitglieder haften, wenn ein Angehöriger zum Pflegefall wird. Weiterhin geht es um die Frage, auf welche Leistungen ein Pflegebedürftiger Anspruch hat.

Aus dem Alltag und den Abläufen eines Seniorenheimes wird Vera Druckrey berichten, um so die Angst vor diesem Schritt zu mindern. Das Heim, das sie leitet, gehört zu einer Tochtergesellschaft der Caritas.

Katrin Markus wird in den einleitenden Worten eine Orientierung für Betroffene und Angehörige geben. Es wird um die Frage gehen, welche Hilfestellung es gibt, wenn man sich für ambulante Pflege entscheidet. Auch wird sie sich mit der Frage beschäftigen, was bei der Auswahl eines Pflegeheims zu beachten ist.

Alle Industrienationen haben eines gemeinsam: Ihre Gesellschaften werden immer älter. Nach den Vorausschätzungen zur Bevölkerungsentwicklung wird in Deutschland die Anzahl der Personen, die über 80 Jahre alt sind, von 2013 bis zum Jahr 2060 um knapp fünf Millionen Menschen auf knapp neun Millionen ansteigen. Ein heute sieben Jahre altes Mädchen hat gute Chancen, das 22. Jahrhundert zu erleben. Diese positive Entwicklung hat jedoch auch eine Kehrseite. Ab dem 80. Lebensjahr steigt die statistische Wahrscheinlichkeit auf fremde Hilfe angewiesen zu sein rapide an - auf 33 Prozent. Das heißt: Je älter die Bevölkerung, desto höher die Zahl der pflegebedürftigen Menschen. Um Pflegebedürftige und ihre Familien zu entlasten, wurde die Pflegeversicherung eingeführt.

Angehörige pflegebedürftiger Menschen leisten Großes: Tag für Tag sind sie für den vertrauten Menschen da. Vieles müssen die Angehörigen organisieren, damit die Pflege läuft. Zu klären sind zum Beispiel Pflegestufen oder die Leistungen einer Pflegerente sowie die Möglichkeiten, als Angehöriger Pflegezeit und Familienpflegezeit zu nehmen - ein Feld für viele Fragen. mah

Der Eintritt zur Veranstaltung im Kammermusiksaal des Beethoven Hauses, Bonngasse 20, ist frei. Eine telefonische Anmeldung ist notwendig: 01379 88 69 15. Der Anruf kostet 0,50 Euro aus dem Festnetz, Mobilfunk-Preise weichen ab.