Eifelhöhen-Klinik in Nettersheim-Marmagen meldet Insolvenz an

Nach Schließung wegen Hygienemängeln : Klinik der Bonner Eifelhöhen AG meldet Insolvenz an

Am Donnerstag hatten die Behörden die Schließung der Klinik in Nettersheim-Marmagen angeordnet. Nun meldet die Muttergesellschaft, dass die Tochter insolvent sei.

Nach der von den Behörden angeordneten Schließung der Eifelhöhen-Klinik in Nettersheim-Marmagen hat das Unternehmen am Montag Insolvenz beantragt. Das gab die Bonner Muttergesellschaft in einer Adhoc-Mitteilung bekannt.

Die Bezirksregierung Köln hatte die Einrichtung bereits am Donnerstag wegen massiver Hygienemängel schließen lassen. Die Eifelhöhen-Klinik AG in Bonn teilte mit, wegen des „Wegfalls einer positiven Fortführungsprognose“ sei der Insolvenzantrag gestellt worden. Nicht betroffen seien die drei übrigen Standorte ebenso wie die Holding, hieß es. Sie betreibt in Bonn die Kaiser-Karl-Klinik sowie die Aatalklinik in Bad Wünnenberg und den Herzpark in Mönchengladbach.

Laut dem Vorstandsvorsitzenden Markus-Michael Küthmann ist aber nicht auszuschließen, dass es im Jahresabschluss 2019 eine Wertberichtigung auf die Beteiligung an der Eifelhöhen-Klinik in Marmagen in Höhe von derzeit 1,5 Millionen Euro geben werde.

Von den Hygienemängeln nicht betroffen sei die Kaiser-Karl-Klinik in Bonn, hatte ein Sprecher am Donnerstag mitgeteilt, Das Gesundheitsamt sei zuletzt Anfang September vorstellig geworden. In der Klinik in Nettersheim-Marmagen beanstandeten die Behörden unter anderem verschmutzte Trinkwasserbehälter, ungenügende Schutzmaßnahmen gegen multiresistente Keime sowie nicht durchgeführte Händedesinfektionen. Auffälligkeiten habe es auch beim Brandschutz gegeben.

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