Kommentar zum Einzelhandel: Doppelte Strategie

Kommentar zum Einzelhandel : Doppelte Strategie

Wenn sich Geschäftsleute vernetzen, können sie voneinander profitieren und den gesamten Standort weiterbringen. Klar ist aber auch, dass sie sich den Möglichkeiten der Digitalisierung öffnen müssen, kommentiert Dominik Pieper.

Wenn der klassische Einzelhandel in den Zentren überleben soll, braucht es eine doppelte Strategie. Erstens: Der Handel benötigt ein überzeugendes Standortmarketing. Da sind die Kommunen gefragt. Die Kundschaft wird immer onlineaffiner.

Will man sie für einen Bummel in der City gewinnen, muss das Gesamtpaket stimmen. Neben den Geschäften muss es beispielsweise eine ansprechende Gastronomie geben, Kultur- und Freizeitangebote, aber auch möglichst unkomplizierte Zugänge – Stichwort Parken und ÖPNV. Zweitens sind natürlich die Händler selbst in der Pflicht. Beratung und Service müssen stimmen, es müssen immer wieder neue, frische Ideen her – und dabei muss über die eigene Ladentheke hinausgedacht werden.

Wenn sich Geschäftsleute vernetzen, können sie voneinander profitieren und den gesamten Standort weiterbringen. Klar ist aber auch, dass sie sich den Möglichkeiten der Digitalisierung öffnen müssen. Wer dieses Feld nicht möglichst schnell bespielt, wird auf Dauer nicht überleben.

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