Die Zeit läuft ab

Kommentar

Arbeitslosengeld statt Mindestlohn - das wird für tausende Mitarbeiter des Briefdienstleisters Pin in den nächsten Wochen zur bitteren Realität.

Das Insolvenzgeld läuft jetzt aus, und damit gehen beim grünen Konkurrenten der Post nach und nach die Lichter aus.

Ein Aufschrei der Politik über die Vernichtung so vieler Arbeitsplätze - Nokia klingelt noch in den Ohren - ist hier nicht zu hören. Verständlich, denn die Bundesregierung hat schließlich selber kräftig zur jetzigen Situation beigetragen. Die neuen gesetzlichen Lohnuntergrenzen sind für die Neulinge auf dem Briefmarkt einfach nicht bezahlbar.

Die Deutsche Post kann sich freuen. Die Chancen, dass sie ihren größten Konkurrenten im Inland endgültig los wird, steigen von Tag zu Tag. Die Zeit für Pin, noch einen Investor zu finden, läuft jetzt ab.

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