Sal. Oppenheim: Die Chronologie der Privatbank

Sal. Oppenheim : Die Chronologie der Privatbank

Die Geschichte der Privatbank Sal. Oppenheim:

  • 1789 gründet der 17-jährige Salomon Oppenheim jr. in Bonn ein Kommissions- und Wechselhaus. 1798 wird der Sitz nach Köln verlegt.
  • 1837 ist das Institut Mitbegründer der Rheinischen Eisenbahn. Für Wachstum sorgen Beteiligungen an weiteren Eisenbahnen und die Finanzierung der Rheinschifffahrt.
  • 1839 ist die Bank Mitbegründer der Colonia Kölnische Feuerversicherung. Später folgen Kölnische Rück und Concordia Lebensversicherung.
  • 1858 konvertiert Albert Oppenheim, der Enkel des Firmengründers, vom jüdischen Glauben zum Katholizismus. Sein Bruder Eduard tritt anlässlich seiner Eheschließung zur evangelischen Kirche über.
  • 1904 steigt nach Fehlinvestitionen die Discont-Gesellschaft, damals die zweitgrößte deutsche Bank, bei Sal. Oppenheim ein. 15 Jahre später sind die Gründergesellschaften wieder Alleineigentümer.
  • 1938 firmiert das Institut unter dem Druck der Nationalsozialisten in Pferdmenges & Co. um. Robert Pferdmenges war seit 1931 Teilhaber der Bank. 1947 erhält die Bank ihren ursprünglichen Namen zurück.
  • 1964 wird Alfred Freiherr von Oppenheim persönlich haftender Gesellschafter. Er baut die Vermögensverwaltung als zweite Säule neben dem Firmenkreditgeschäft aus.
  • 1993 wird die Fondsgesellschaft Oppenheim-Esch-Holding gegründet.
  • 2003 steigt Sal. Oppenheim bei der Mittelstandsbank IKB ein und stockt den Anteil an dem Düsseldorfer Institut, das als erstes in Deutschland in den Strudel der Finanzmarktkrise gerät, 2007 auf fünf Prozent auf.
  • 2005 wird Sal. Oppenheim nach der Übernahme der BHF-Bank größte unabhängige Privatbank Europas.
  • 2007 Luxemburg wird Hauptsitz des Instituts.
  • 2008 wird Sal. Oppenheim Großaktionär bei Arcandor und hat daran wenig Freude. Außerdem sorgen hohe Verluste im Aktienhandel für tiefrote Zahlen. Die Bank braucht frisches Kapital und wird letztlich durch den Einstieg der Deutschen Bank gerettet.
  • 2010 Als Tochtergesellschaft der Deutschen Bank trennt sich das Institut vom Investmentbanking und Beteiligungen. Von über 2000 Mitarbeitern bleibt nur etwa die Hälfte an Bord.
  • 2012 wird ein weiteres Sparprogramm aufgelegt. Wieder zittern Hunderte Mitarbeiter um ihre Jobs, angeblich werden 400 bis 500 Stellen gestrichen.

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