Deutschlandzentrale in Köln: Deutsche PSA-Manager müssen gehen

Deutschlandzentrale in Köln : Deutsche PSA-Manager müssen gehen

Drei führende Manager des französischen Autoimporteurs PSA (Citroën und Peugeot) müssen das Unternehmen verlassen.

Mit sofortiger Wirkung werde die Zusammenarbeit mit Benno Gaessler, Geschäftsführer der Peugeot Deutschland GmbH, Holger Böhme, Direktor B2B und Gebrauchtwagen der Peugeot Citroën Deutschland GmbH, sowie Olivier Ferry, Direktor Free2Move Lease, beendet, heißt es in der knapp gehaltenen Mitteilung der Presseabteilung.

Die Manager hatten ihre Aufgaben erst vor wenigen Monaten übernommen. Bis zur Neubesetzung der Positionen übernehme Albéric Chopelin, Generaldirektor für die Marken Peugeot, Citroën und DS Automobiles, Free2Move Lease sowie Euro Repar Car Service, kommissarisch die Verantwortlichkeiten. Eine Begründung für diesen Schritt wurde nicht genannt.

Branchenkenner vermuten, dass die personelle Entscheidung eine Konsequenz aus einer gemeinsamen Aktion mit dem Autovermieter Sixt und dem Telekommunikationsanbieter 1&1 ist. Dabei hatten 1&1-Neukunden die Möglichkeit, einen neuen Peugeot 208 im Kilometerleasing ab 99,99 Euro monatlich zu bestellen. Die Autoflatrate-Offerte sollte bis Ende Juni laufen, musste aber wegen des großen Andrangs vor wenigen Tagen vorzeitig beendet werden. Die Händler waren offenbar in die Marketingaktion nicht eingebunden und hatten vehement Kritik geäußert.

Autobauer startet erfolgreich in das Jahr

Unterdessen ist der französische Autobauer erfolgreich ins neue Jahr gestartet. Wie das Unternehmen am Mittwoch bekanntgab, legten die Umsätze im ersten Quartal 2017 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,9 Prozent auf 13,6 Milliarden Euro zu. Dabei profitierte PSA von Preiserhöhungen und einem besseren Geschäft der Autoteilesparte Faurecia. Insgesamt verkaufte der Konzern von Januar bis März 729 400 Fahrzeuge; 4,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.