Digitalisierung und Nachhaltigkeit: Das sind die Trends auf der Kölner Automatenmesse

Digitalisierung und Nachhaltigkeit : Das sind die Trends auf der Kölner Automatenmesse

Digitalisierung und auch mehr Nachhaltigkeit – das sind die großen Trends, denen sich die Aussteller bei Europas größter Vending- und Kaffeemesse euvend & coffeena verpflichtet sehen.

Vending, das ist der Verkauf von Getränken und Snacks an Automaten. Noch bis Samstag zeigt die Messe Innovationen einer Branche, die im Wandel sei, wie Karl-Heinz Blum, Vorstandssprecher des Bundesverbands der Deutschen Vending-Automatenwirtschaft (BDV), zur Messeeröffnung erklärte: „Blickt man auf die letzten zehn bis 15 Jahre zurück, hat sich vieles geändert, insbesondere beim Kaffee.

Während früher Kaffee schwarz und heiß sein musste und vielleicht mit einem Schuss Dosenmilch, sind die Anforderungen an Qualität und Geschmack enorm gestiegen. Und auch die gute alte Kaffeeküche in Unternehmen hat ausgedient.“ Der „Office Coffee Service“, wie die Branche die Profiautomaten für Unternehmen nennt, will mit Lifestyle und neuen Arbeitsformen moderner Büros Schritt halten, sagte Blum: „Die Kunden wollen heute Komplettlösungen.“ Wie das aussieht, zeigte Verbandsgeschäftsführer Aris Kaschefi am Stand des belgischen Unternehmens Miko: Ein 5-in-1 Gerät kann von der Kaffeemaschine zum Wasserspender oder Suppenautomaten umgerüstet werden.

Den Kaffee liefere das Unternehmen aus der eigenen Serie gleich mit, so Miko-Sales Director Tobias Lange. Damit die Becherflut das grüne Gewissen nicht trübt, hat der finnische Hersteller Huhtamaki eine Innovation parat: „Love Nature“ heißt der zu hundert Prozent kompostierbare Becher, dessen wasserfeste Innenbeschichtung aus Resten der Zuckerproduktion stammt. Auch für Automaten, die Becher selbstständig ausgeben, funktionieren die Huhtamaki-Becher. Die Firma hat mittlerweile einen Becher entwickelt, der mindestens zu 60 Prozent aus Recycling-Material besteht.

Ein Mehrwegsystem ist LogiCup, bei dem Automaten saubere Pfandbecher ausgeben und später wieder einsammeln. Das System kommt bereits an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und der Universität Bonn zum Einsatz und, berichtete Klaus Rudolph von LogiCup, „es funktioniert einfach und unkompliziert.“ Abrechnet wird per kontaktloser Chipkarte wie bei allen neuen Automaten. Das US-Unternehmen „Three Square Market“, das auf der Messe automatenbasierte Mikro-Shops als Ersatz für einen Kiosk zeigt, geht noch einen Schritt weiter: Bei einem Automatenkunden, einem Konzern in Schweden, hätten sich bereits 5000 Mitarbeiter einen Chip unter die Haut implantieren lassen, um kontaktlos bezahlen zu können.

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