Bonner GWI AG übernimmt französische EuropMedica

Bonner GWI AG übernimmt französische EuropMedica

Programme für Frankreichs Krankenhäuser - Umsatzwachstum wird im laufenden Geschäftsjahr erwartet

Bonn. (msc) Die Bonner GWI AG expandiert: Der nach eigenen Angaben deutsche Markt- und Technologieführer bei Informationssystemen für das Gesundheitswesen hat mit Rückwirkung zum 3. August dieses Jahres die französische EuropMedica übernommen. Das teilte das Unternehmen am Freitag mit.

Die EuropMedica ist als Softwareunternehmen am französischen Gesundheitsmarkt tätig und hält hundertprozentige Anteile an den vier Tochterunternehmen Hexaflux, Netsanté, Setec Santé und TSI. Kerngeschäft des Unternehmens ist nach Angaben der GWI ebenfalls die Vermarktung von administrativen Klinik-Informationssystemen. Zu ihren Kunden zählt die Holding unter anderem 328 öffentliche Krankenhäuser mit insgesamt rund 239 000 Betten.

EuropMedica erwirtschaftete in den Jahren 2002 und 2003 jeweils rund 18,5 Millionen Euro Umsatz und erwartet für dieses Jahr eine Steigerung auf über 20 Millionen Euro. 2003 erzielte das Unternehmen einen Gewinn von 1,3 Millionen Euro, für 2004 sind 2,5 Millionen Euro geplant. Rund 170 Mitarbeiter sind an den Standorten Paris, Lyon und Toulouse tätig.

Die EuropMedica wird im Zuge der Übernahme in GWI Medica France umbenannt, ebenso die Tochtergesellschaften außer Hexaflux. Den bisherigen Vorstand ergänzt Alexander Pohl von der GWI AG. Bislang war das Technologieunternehmen GWI AG in Deutschland sowie in Österreich und der Schweiz tätig.

2003 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 75,2 Millionen Euro (2002: 61 Millionen Euro). Den Gewinn konnte die GWI AG 2003 auf 12,9 Millionen um vier Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr steigern. Die Beschäftigtenzahl ist von 364 auf 461 im vergangenen Jahr gestiegen.

Im laufenden Geschäftsjahr rechnet die GWI mit weiterem Umsatzwachstum. Unternehmens-Vorstand Jörg Haas: "Durch die Übernahme der EuropMedica haben wir einen hervorragenden Zutritt zum expandierenden französischen Markt für Klinik-Informationssysteme."