Ursulinen Schule Hersel: Beim "Markt der Möglichkeiten" präsentierten sich 82 Unternehmen

Ursulinen Schule Hersel : Beim "Markt der Möglichkeiten" präsentierten sich 82 Unternehmen

Rechtsanwalt, Softwareentwickler oder doch lieber Physiotherapeut? Wer zum "Markt der Möglichkeiten", einem Berufsbildertag, an der Ursulinen Schule Hersel (USH) kam, hatte die Qual der Wahl. Rund 900 Gymnasiasten und Realschüler zog es am Samstag an die Stände von insgesamt 82 Unternehmen und Hochschulen aus dem In- und Ausland mit mehr als 90 Studienwegen und mehr als 300 Ausbildungszielen.

"Es ist wichtig Schülern die Möglichkeit zu geben, Ideen und Anhaltspunkte für ihre berufliche Zukunft zu sammeln und direkte Kontakte zu knüpfen", so Rainer Kluth, Mitglied der Elternpflegschaft der USH. Seit mehr als 20 Jahren veranstaltet die Elternpflegschaft des Gymnasiums und der Realschule für Mädchen den Berufsbildertag.

Und das mit wachsendem Interesse sowohl von Seiten der Schüler als auch der Aussteller. "Angefangen hat das Ganze mit etwa acht Eltern, die ihre Berufe vorgestellt haben", berichtet Kluth. Inzwischen deckt die Börse jedoch alle Berufssparten ab - vom künstlerischen und medizinischen Bereich über Hochschulen, Universitäten und Berufsschulen bis hin zur Finanzverwaltung, Bundeswehr und Polizei.

In diesem Jahr erstmals dabei: Unternehmen aus dem Bereich Handel und Einzelhandel, wie beispielsweise die Kette Dm-Drogerie-Markt, Aldi Süd und Kautex-Textron. Mit einem NAO-Roboter, einer humanoiden Maschine, die laufen, tanzen und sogar sprechen kann, zog vor allem der Stand der RWTH Aachen die Aufmerksamkeit der Schüler auf sich.

"Ich finde den Roboter einfach klasse", so die Schülerin Rebecca Merz, die sich gemeinsam mit einer Freundin über den Dualen-Studiengang der Mathematisch-technischen Softwareentwickler informierte. Bisher sehr sicher, den Beruf der Bankkauffrau erlernen zu wollen, ist sie nun doch ein wenig ins Schwanken geraten.

"Es reizt einen schon, so etwas einmal selbst programmieren zu können", so die 16-jährige Gymnasiastin, die ohne die Börse vermutlich nicht auf dieses Berufsfeld gekommen wäre. "Solche Veranstaltungen sind wichtig, um jungen Leuten neue Impulse sowie Einblicke in die einzelnen Berufe geben zu können", sagt die Softwareentwicklerin Rebecca Sarholz von der RWTH Aachen.

Zwischen den vielfältigen Möglichkeiten schwanken jedoch viele Besucher. So auch die 16-jährige Lisa Weber. "Über viele Berufe weiß man einfach viel zu wenig", erzählt die Bonnerin, die es gut findet, dass man auf der Veranstaltung viele neue Perspektiven aufgezeigt bekommt.

Da sie gerne Kontakt zu Menschen hat und Abwechslung braucht, kann sie sich kaum vorstellen, den ganzen Tag am Schreibtisch zu sitzen. "Etwas im Medien- oder Hotelbereich wäre toll", überlegt sie. Am Stand von Ute Peiffer hat sich auch an der Ausbildung zur Hebamme Interesse gewonnen.

"Gerade in unserem Bereich ist es wichtig, das Angebot der Hebamme ins Bewusstsein junger Leute zu rufen", so die freiberufliche Hebamme aus Alfter. Reges Treiben herrschte beim Stand des Zollamtes Köln. "Wir sind hier zum ersten Mal dabei. Und die Resonanz ist einfach super", berichtet die Zollamtsfrau Sandra Schottke.

Besonders gut kamen bei ihr mitgebrachten Exponate an, anhand derer sie den zahlreichen Schülern einen Überblick von den Aufgabenbereichen des Zolls gab. Auch für das kommende Jahr planen Franz Buschky, Petra Jansen, Rainer Kluth, Sigfried Egler und Michael Querbach von der Elternpflegschaft gemeinsam mit den Schulleitern des Gymnasiums, Karl Kühling, und der Realschule, Frank Wasser, einen "Markt der Möglichkeiten". "Wir haben jetzt schon 100 Zusagen von Ausstellern", erfreut sich Rainer Kluth.

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