Außengastronomie soll Angebotspalette ergänzen

Außengastronomie soll Angebotspalette ergänzen

Der Verein Bad Godesberg Stadtmarketing arbeitet seit einem Jahr im Pavillon am Bahnhof - Immer mehr Bürger und Touristen nutzen die Dienstleistungen und kaufen Merchandising-Artikel

Bad Godesberg. Seit genau einem Jahr koordiniert der Verein Bad Godesberg Stadtmarketing seine Aktivitäten im früheren Verkehrspavillon gegenüber des Godesberger Bahnhofs. Die Wahl dieses Standortes hat sich dabei als echter Glücksfall erwiesen.

Dies beweist unter anderem die stark gestiegene Besucherfrequenz in diesem Sommer. "In den vergangenen Monaten ist die Zahl der Kunden im Pavillon nicht nur durch den mittlerweile hohen Bekanntheitsgrad des Standortes gestiegen, sondern auch, weil viele Touristen mit Fragen zu uns gekommen sind", berichtet die Vereinsvorsitzende Brigitte Grüll.

Aber auch sonst ist der Verein mit der Kundenfrequenz sehr zufrieden. "Im Schnitt besuchen uns einige hundert Personen im Monat", so Brigitte Grüll. Im August beispielsweise konnte der Verein insgesamt 165 Verkaufspositionen melden. Kein Wunder - das Angebot an Dienstleistungen ist mittlerweile breit gestreut und reicht vom SWB-Ticket bis zur Welcome-Card.

Stadtpläne und zahlreiche Info-Broschüren gehören selbstverständlich auch zur Ausstattung des Service-Centers. Kunden der Deutschen Bahn werden im Pavillon ebenfalls professionell beraten. Touristen können komfortabel ein Hotelzimmer buchen und beispielsweise gleich Tickets für einen Besuch im Phantasialand oder für die Reihe "Dreesen Classic" im Rheinhotel Dreesen ordern.

Im Bereich Merchandising reicht die Palette der Produkte vom T-Shirt bis zur Kaffeetasse. Und wer einen organisierten Spaziergang durch bestimmte Godesberger Ortsteile machen möchte, erhält auch hierfür Tickets im Pavillon.

In Zusammenarbeit mit dem Godesberger Heimatverein wurde diese Serviceleistung in diesem Jahr eingeführt. Aber auch die klassische Vereinsarbeit wird vom Pavillon aus organisiert. Veranstaltungen wie die Godesberger Galerie, die Trödelmärkte in der City oder der Nikolausmarkt werden hier koordiniert.

Arbeitskreise des Vereins halten ihre Sitzungen ab und Mitgliedern werden Möglichkeiten zur Eigenwerbung angeboten. "All dies ist nur mit einem starken Team zu leisten", sagt Brigitte Grüll. Die Sechs-Tage-Woche im Pavillon wird immer mit mindestens zwei Mitarbeitern bestritten.

Da viele nur für einen begrenzten Zeitraum dort arbeiten, sucht der Verein immer wieder nach engagierten Kräften, die sich im Bereich von Tourismus und Marketing weiter qualifizieren wollen.

"Auch für das Umfeld rund um den Pavillon war unser Einzug eine positive Wende", meint Grüll. Dennoch: Die kürzlich zerstörten Vitrinen vor dem Gebäude und ein erhöhtes Müllaufkommen zeigen, dass der Pavillon für einige wenige Zeitgenossen immer noch ein Dorn im Auge ist.

Für nächstes Jahr will der Verein Stadtmarketing auf der großzügigen Terrasse auch Gastronomie anzubieten. Bislang konnte allerdings noch kein Betreiber gefunden werden. Dennoch gibt man sich optimistisch. "Dadurch könnten wir unseren Kunden einen zusätzlichen Anreiz bieten, bei uns vorbei zu kommen. Und natürlich wäre es dann auch eine weitere Einnahmequelle für uns", meint Brigitte Grüll.

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