Arbeitsmarkt in Bonn und der Region hat sich leicht erholt

Zahlen für September : Arbeitsmarkt in Bonn und der Region hat sich leicht erholt

Der Arbeitsmarkt in der Region hat sich im September leicht erholt. Das ergeben die neuen Arbeistlosenzahlen für den September.

Die Arbeitslosenquote fiel im Bezirk der Agentur für Arbeit Bonn/Rhein-Sieg um 0,2 Prozentpunkte auf 5,4 Prozent im Vormonatsvergleich. Allerdings lag sie leicht über dem Vorjahresniveau. Im September 2018 betrug die Quote 5,3 Prozent.

"Das Ende der Urlaubszeit sorgte für einen Rückgang der Arbeitslosigkeit. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit der letzten zwei Monate ist damit vorerst gestoppt", erklärte Stefan Krause, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bonn/Rhein-Sieg. "Die Herbstbelebung im September konnte aber den Anstieg der letzten beiden Monate im Vorjahresvergleich nicht kompensieren. Daher liegt die Arbeitslosenquote noch über dem Vorjahreswert." Dieser Anstieg der Arbeitslosigkeit im Jahresvergleich entspreche etwa dem Landestrend.

Aber: "Die Arbeitskräftenachfrage ist weiterhin stark, und die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist zum Vorjahresquartal um rund 7700 Beschäftigte gestiegen", so Krause weiter. Sowohl die Stadt Bonn als auch der Rhein-Sieg-Kreis liegen mit ihren Arbeitslosenquoten - 6,3 Prozent beziehungsweise 4,9 Prozent - nur leicht über dem Vorjahresniveau. Bei näherem Hinsehen ergibt sich im Kreis jedoch ein ambivalentes Bild. Nach den aktuellen Daten der Agentur für Arbeit entwickelt sich der linksrheinische Teil, der zum Geschäftsstellenbezirk Bonn gehört, weiter stark. In den linksrheinischen Kreis-Kommunen - Alfter, Bornheim, Rheinbach, Meckenheim, Swisttal und Wachtberg - lag die Arbeitslosenquote unterm Strich bei 3,8 Prozent. Im August und im Vorjahresmonat waren es noch glatt vier Prozent. Besser ist in der Region nur der angrenzende rheinland-pfälzische Kreis Ahrweiler mit einer Quote von 3,3 Prozent.

Von solchen Traumwerten ist der rechtsrheinische Rhein-Sieg-Kreis ein gutes Stück entfernt. Die Arbeitslosenquote war dort insgesamt mit 5,4 Prozent zwar leicht besser als im August (5,3 Prozent), verfehlte aber deutlich das Vorjahresniveau (5,1 Prozent). Dazu dürfte vor allem die Entwicklung im Geschäftsstellenbezirk Eitorf beigetragen haben. Dort, am östlichen, strukturschwachen Rand des Kreises, betrug die Arbeitslosenquote im September 6,6 Prozent - und hatte damit ein höheres Niveau als die Stadt Bonn. Vor einem Jahr lag der Bezirk Eitorf noch bei 6,1 Prozent. Deutlich moderater fielen die Steigerungen im Jahresvergleich in den rechtsrheinischen Bezirken Siegburg und Königswinter aus.

In NRW ist die Zahl der Arbeitslosen im September auf rund 635 000 gesunken. Das waren knapp 22 000 Arbeitslose weniger als im August, wie die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit mitteilte. Trotzdem sei eine leichte Abkühlung am NRW-Arbeitsmarkt unübersehbar. Im September lag die Arbeitslosenquote bei 6,5 Prozent, im Vormonat waren es noch 6,7 Prozent. Sie lag damit über dem Bundesdurchschnitt (4,9 Prozent). Bundesweit zeigte sich der Arbeitsmarkt trotz der schwächelnden Konjunktur robust. Im September sank die Zahl der Jobsuchenden in Deutschland um 85 000 auf 2,234 Millionen, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) mitteilte.

Der Rückgang fiel etwas geringer aus als von August auf September üblich, dennoch "kann man von keiner krisenhaften Entwicklung am Arbeitsmarkt reden", sagte BA-Chef Detlef Scheele. Die September-Arbeitslosigkeit war die geringste seit der Wiedervereinigung. (Mit Material von dpa und afp)