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Kommentar zu Lebensversicherungen: Alte Policen festhalten

Kommentar zu Lebensversicherungen : Alte Policen festhalten

Überraschen konnte die sinkende Verzinsung in der Lebensversicherung wohl niemand. Sie geht seit Jahren zurück.

Viele einst in Beispielrechnungen in Aussicht gestellte Ablaufleistungen oder Rentenzahlungen haben sich längst als illusorisch erwiesen. Und wenig spricht dafür, dass in absehbarer Zeit die Verzinsung wieder steigt. Im Niedrigzinsumfeld finden die Versicherer dafür einfach nicht die nötigen Anlagen.

Dennoch sollten Kunden Ruhe bewahren. Vor allem die mit alten Policen mit hohen Garantiezinsen sollten an den Verträgen festhalten. Generell sind Lebensversicherungen wegen hoher Abschlusskosten in der Regel nur dann lukrativ, wenn sie bis Vertragsende bedient werden.

Argumente für den Abschluss eines neuen Vertrags sind aber nicht leicht zu finden. Der ab 2017 geltende Garantiezins von 0,9 Prozent klingt wenig attraktiv. Und ob eingeschränkte Garantien bei besseren Chancen auf höhere Rendite oder gar Fondslösungen ohne Garantien zum Naturell passen, muss jeder Sparer selbst entscheiden. Vielleicht ist Fondssparen kombiniert mit einer Risikolebensversicherung zur Absicherung der Familie die bessere, weil günstigere und flexiblere Alternative. Sie verlangt allerdings Disziplin. Der Notgroschen darf nicht vorzeitig angegriffen und aufgezehrt werden. Er muss auch im hohen Alter noch zur Verfügung stehen. Denn für immerhin lebenslange Rente, egal wie lange das Leben ist, sorgt die Rentenversicherung.