Geschichte der Volksbanken: Als der Pfarrer den Anstoß zur Gründung der Bank gab

Geschichte der Volksbanken : Als der Pfarrer den Anstoß zur Gründung der Bank gab

Beim Rheinisch Westfälischen Wirtschaftsarchiv sind Originalunterlagen der Volksbank Bonn/Rhein-Sieg jetzt in einem Findbuch sortiert.

Die Volksbank Bonn/Rhein-Sieg ist aus der 1901 gegründeten Handwerkerbank zu Bonn hervorgegangen. Den Anstoß zur Gründung gab Pfarrer Peter Herkenrath. Im Laufe der 115 Jahre hat die Genossenschaftsbank mit einer Fülle von anderen Banken aus der Region fusioniert, die oft auf eine noch längere Geschichte zurückblicken. Es gibt Originalunterlagen über die Gründung der Raiffeisenkasse Buchholz im Westerwald 1871.

Ähnlich verhält es sich mit dem Oberpleiser Darlehnskassen-Verein von 1890. Gemeinsam ist allen Gründungen das Prinzip der gegenseitige Hilfe. Damit die Originalunterlagen auch der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen, unterhält die Volksbank Bonn/Rhein-Sieg beim Rheinisch Westfälischen Wirtschaftsarchiv zu Köln (RWWA) einen umfangreichen Archiv-Bestand mit Dokumenten. Mitarbeiter des RWWA haben jetzt ein Findbuch erstellt, in dem die Archivalien verzeichnet sind. Ein solches Findbuch erleichtert die Recherche. Anhand einer Gliederung können Interessierte nach bestimmten Inhalten suchen.

Der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der Kölner Industríe- und Handelskammer und Direktor der Stiftung des RWWA, Ulrich Soénius übergab das erste Exemplar des Findbuches an den Vorstandsvorsitzenden der Volksbank, Jürgen Pütz.Wie Soénius erläuterte, liegt ein Schwerpunkt des Bestands zeitlich zwischen 1945 und 2000.

Im zweiten Weltkrieg seien viele der Unterlagen aus der Gründungszeit der Handwerkerbank zu Bonn vernichtet worden. Mehr sei von Banken aus ländlichen Gebieten erhalten, die nicht so unter Bombenangriffen gelitten hätten. Besonders viel gebe es mit 1100 Aktenbündeln noch von der ehemaligen Volksbank Siebengebirge.

Da einige Genossenschaften ihren Namen im Laufe der Jahrzehnte bis zu sieben Mal wechselten, gehört zu den Unterlagen auch ein Firmenstammbaum. Auch ohne die geplante Fusion mit der Kölner Bank passt er kaum mehr auf ein sehr großes Blatt.

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