Digitale Lösungen bei T-Systems

Von der Beratung bis zur technischen Umsetzung

Für digitale Lösungen setzt T-Systems auch auf die schnelle Erstellung von Prototypen.

Für digitale Lösungen setzt T-Systems auch auf die schnelle Erstellung von Prototypen.

Köln. Die Einheit für digitale Lösungen bei T-Systems soll Aufträge rascher erfüllen. Der Standort in Indien wird deutlich ausgebaut.

Eine der Portfolio-Einheiten, in denen T-Systems künftig organisiert sein wird, heißt digitale Lösungen. Darin werden Kräfte der Management- und Technologieberatung Detecon, T-Systems Multimedia Solutions (MMS) und der digital ausgerichteten Bereiche der T-Systems Global Systems Integration (SI) gebündelt. Der Digitaldienstleister mit 4800 Mitarbeitern soll von der Beratung über Innovation und Technologie bis zur technischen Integration der Lösung alles aus einer Hand liefern. Kunden sollen maßgeschneiderte Lösungen erhalten, die T-Systems auf Wunsch auch betreibt.

„Wir tragen das Mittelstandsprinzip zum Großkunden“, sagt Peter Lorenz, Senior Vice President bei T-Systems Global Systems Integration dem General-Anzeiger. Er soll den Aufbau des neuen Anbieters leiten. In Zeiten der Digitalisierung mit raschen Veränderungen müssten für Kunden schneller Lösungen gefunden werden.

Keine organisatorische Veränderung

Im ersten Schritt ist zwar die inhaltliche Zusammenarbeit, aber noch keine organisatorischen Veränderungen geplant. Dazu könne es später auch kommen, sagt Peter Klingenburg, Geschäftsführer T-Systems Multimedia Solutions (MMS), einer hundertprozentigen Tochter der T-Systems. Doch erst einmal habe der inhaltliche Ansatz Vorrang. Eine hübsche Idee, die aber technisch nicht umfunktioniere, bringe gar nichts. Unternehmen müssten Digitalisierung daher ganzheitlicher denken: „Wir verkörpern diesen ganzheitlichen Ansatz“, sagt Klingenburg.

Dass der Zeitpunkt für die stärkere Zusammenarbeit jetzt gewählt wurde, liege zum einem am Impuls des neuen Chefs, etwas, was im Hintergrund bereits gut lief, in den Vordergrund zu holen, erläuter Heinrich Arnold, Chef von Detecon. Bei einem Drittel der Aufträge arbeiteten die Einheiten heute schon zusammen. Zum anderen verändere sich aber die Arbeitsweise grundsätzlich. Von der Idee bis zur Lösung komme heute alles aus einer Hand. „Der Wettbewerb ist ebenfalls unter Druck, sich neu zu erfinden“, sagt Arnold. Die klassische Unternehmensberatung werde verschwinden.

Flughafen Köln/Bonn als Kunde

„Die Zusammenarbeit ist noch unterschiedlich gut ausgeprägt“, erklärt Klingenburg. Jeder habe ein eigenes Umsatzziel. „Wir wollen es künftig fokussierter angehen und auch daran gemessen werden“, so Lorenz. Die Portfolio-Einheiten müssten es auch aushalten, wenn es nicht gut läuft. Zu den Kunden der Einheit zählen Airbus, Fujitsu, der Flughafen Köln/Bonn, Barmer, Innogy, Zeiss, Deutsche Bahn Cargo und My Toys

T-Systems investiert auch stark in Indien. „Offshore-Standorte sind für uns wichtig, weil sie unserer Kostenstruktur helfen“, erläutert Lorenz. Außerdem komme breiteres Wissen in das Unternehmen und Kunden in anderen Zeitzonen könnten leichter bedient werden. Derzeit gebe es 550 Beschäftigte in Indien, künftig soll es eine deutlich vierstellige Zahl sein. Auch in Ungarn, der Slowakei und Russland, in denen die Löhne für IT-Experten geringer sind, gibt es Niederlassungen – Fachkräftemangel ist ein großes Thema. „Wir arbeiten unter Vollauslastung“, sagt Lorenz. Die neue Einheit hat klare Vorgaben bekommen, was ihre Ziele betrifft: „Marktüberdurchschnittliches Wachstum“ ist der Anspruch, erläutert Arnold.