Auswirkungen auf Kreuzfahrten: Aida streicht Karibikinseln wegen Wirbelstürmen

Auswirkungen auf Kreuzfahrten : Aida streicht Karibikinseln wegen Wirbelstürmen

Katastrophen-Alarm am Urlaubsziel: Die Hurrikans über Teilen der karibischen Inseln und das Erdbeben in Mexiko haben Konsequenzen für Reisende. Flüge können storniert oder auf alternative Urlaubsregionen umgebucht werden. Aida läuft drei Karibikinseln vorerst nicht mehr an.

Der Anbieter von Kreuzfahrten Aida hat angekündigt, die Karibikinseln St. Maarten, Tortola und Dominica in dieser Wintersaison nicht anzulaufen. Betroffen seien die Routen von Aidaluna, Aidamar und Aidadiva. Während ein Großteil der Karibischen Inselwelt von den Hurrikans verschont geblieben sei, könnten die genannten drei Inseln nicht angefahren werden, teilte das Unternehmen in einer Nachricht an seine Kunden mit.

Auf seiner Internetseite informiert der Anbieter über die Alternativen für die betroffenen Häfen. Kunden will Aida innerhalb der nächsten Woche über den angepassten Routenverlauf der Karibikreisen informieren. Bereits geleistete Zahlungen für Ausflüge auf den betroffenen drei Inseln will das Unternehmen erstatten.

Worauf muss man achten?

Die Reiseveranstalter hatten bereits wegen Hurrikan "Irma" Mitte September reagiert und kostenlose Stornierungen beziehungsweise Umbuchungen ermöglicht. Sowohl bei Stornierungen als auch Umbuchungen müssen die Reisenden individuell auf die zeitlichen Fristen hinsichtlich ihres Reisetermins achten. Sie sollten sich daher umgehend in dem Reisebüro melden, in dem sie ihren Flug oder ihre Reise gebucht haben, und sich entsprechend informieren.

Ein Urlaub in der Karibik ist in dieser Jahreszeit grundsätzlich mit Wetterrisiken verbunden, wie ein Reisebüro am Köln-Bonner Flughafen herausstellt: "Während der Hurrikan-Saison im Zeitraum von Juli bis Oktober bieten wir zwar Reisen in die Karibik an, empfehlen sie unseren Kunden aber nicht explizit."

Im Übrigen hätte es zwar Umbuchungen und Stornierungen gegeben, aber die Zahl derer, die sich umentschieden hätten, sei im Rahmen geblieben. "Wir hatten nach den vorangegangenen Geschehnissen in Mexiko, den USA und der Karibik daher keine großen Probleme", so das Reisebüro weiter.

Wie ist die Lage vor Ort?

Aktuell fliegt die Tui aufgrund der Schäden, den Hurrikan "Irma" angerichtet hatte, die Florida Keys (voraussichtlich bis einschließlich 31. Oktober) nicht an. Auf Kuba konnten laut der Tui die Urlauber in der Region Holguin ihren Urlaub regulär fortgesetzen, da die Provinz weitestgehend vom Sturm verschont geblieben ist.

Thomas Cook meldet, dass aufgrund der großen Schäden an der Nordküste Kubas, insbesondere auf den vorgelagerten Inseln Cayo Coco, Cayo Guillermo und Cayo Santa Maria, alle Reisen bis zum 30. November abgesagt sind. Auch die Rundreisen in diese Gebiete werden bis zum 30. September einschließlich gestrichen. Auch die Florida Keys werden bis zum 30. September nicht angeflogen.

Nicht betroffen von Flug- und Reise-Stornierungen sind zum Beispiel Ziele wie Jamaika, Barbados und Curaçao.

Wie sieht es aktuell bei den Schiffskreuzfahrten aus?

Tui Cruises muss aktuell keine Kreuzfahrten komplett absagen. Allerdings ist auf die Teil-Route zu den Bahamas wegen der kritischen Wetterlage verzichtet worden. Ersatzweise wird nun direkt der nächste Hafen in Charleston (South Carolina) angelaufen und der dortige Aufenthalt für einen Tag verlängert. Eine Tui-Cruises-Sprecherin konnte allerdings zu den geplanten Kreuzfahrten in die Karibik ab November noch keine konkreten Angaben machen, "inwiefern und mit welchem Ausmaß mit Einschränkungen auf diesen Reisen zu rechnen sein wird".

Grundsätzlich müssen Reisende im Übrigen mit Routenänderungen aufgrund höherer Gewalt leben. Sie erhalten keinerlei Ersatzleistungen. Dennoch sei man bemüht, den Gästen einen adäquaten Ersatz für einen ausgefallenen Hafen zu schaffen, so Tui Cruises weiter.

Wo können Reisende nachfragen?

Für aktuelle Entwicklungen hinsichtlich Stornierungen von Reisen in die Karibik und Mexiko-Stadt sowie der Wetterlage in den genannten Gebieten fragen Reisende am besten direkt beim Veranstalter. Hier eine Auswahl von drei Anbietern, die viele Reisen in den karibischen Raum und nach Mexiko im Programm haben:

TUI: Das Service-Center ist täglich von 8 bis 22 Uhr unter 0511/56 780 105 erreichbar. Auf der Internetseite von Tui finden die Reisenden auch ein Kontaktformular. Wer in einem Reisebüro oder bei einem Internetportal gebucht hat, sollte sich dort an den jeweiligen Ansprechpartner wenden.

Thomas Cook: Kunden vom Veranstalter Thomas Cook und Neckermann-Reisen wählen die 0234/96 103 649 für Buchungen auf der Veranstalterwebseite, ansonsten die Nummer 01806/200 500. Für Neckermann lauten die entsprechenden Nummern 0234/96 103 71 und 01806/200 400. Weitere Informationen können auch übers Internet eingeholt werden.

DER Touristik: Für Kunden vor Ort oder kurz vor Abreise gibt es eine 24-Stunden-Hotline: 069/95 88 14 21. Alle anderen Kunden wenden sich direkt an die jeweilige Veranstaltermarke - eine Auflistung der Kontaktdaten findet man auf der Internetseite von DER. Wer im Reisebüro oder bei einem Internetportal gebucht hat, sollte sich dorthin wenden.

AIDA: Zur aktuellen Hurrikan-Lage will Aida voraussichtlich erst am Montag offizielle Informationen bekannt geben. Für Reisende kurz vor der Abreise gibt es eine Service-Hotline, die ab kommenden Montag Auskunft geben wird: 0381-20 270 722

TUI Cruises: Gäste an Bord werden per Borddurchsagen und auch mit Kabinenanschreiben über die Änderungen der Route informiert. Alle zukünftigen Gäste finden direkt auf der Website einen Hinweis zu den Hurrikanen beziehungsweise dessen Auswirkungen. Weitere Infos unter der Tui Cruises-Service-Hotline: 040-60 00 15 111

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